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Eignvrelli, ins. krit. Geschichte des Thea-ters, Bd. >. S. Z47. d. U. finden in der,in den I. 1470,1480. verfaßten favvlach Orten des Poliziano den crtien Keimdes italienischen Trauerspieles. Nun istes zwar wahr, daß das Stück sich tra-gisch endigt (Orpheus wird von den Bac.chantiunen zerrissen) aber, abgerechnet,daß Hirten und Schäfer darin erscheinen,daß Orpheus ein lateinisches Gedicht darinsingt, zeigt sich keine Spur, daß derDichter die Begebenheiten zu einem, un-ter sich verbundenen Ganzen habe ordnenwollen, und keine einzige Situation istdarin ausgeführt. Dem Orpheus, wieer sein lateinisches R-dkchr singt, wird voneinem a?irtcn erzählt, daß, wie seineGeliebte vor seinem Nebenbuhler Aristäusgeflohen, sie von einer Schlange verwun-dct worden, und gestorben scv ; nun singter, ein italienisches Klagelied; dadurchw rd Pluto, der als gegenwärtig angc»Nammen wird, erweicht, und giebt sie ihmwieder; Orpheus stimmt wieder ein, auSdem Ooidius nachgeahmtes, lateinischeskicd an; mit einem Mahl klagt Eucidiee,daß sie ihm entrissen werde; eine Furiewidersetzt sich, wie er ihr nach will; erbricht in Klagen auS; nun ermuntert eineBacchante ihre Gefährten zum Mordede» Orpheus in Einer Octavc, und er-scheint auch gleich mit seinem Kopse, und>aS Släck schließt mit einem tobliede aufden Bacchus, und nimmt überhaupt nurdrcyzehn Duodezseiten ein. Ob das StückIn der, von dem P. GrenäuS Affo drBussetto besoegten Ausgabe, Ben. >776.<n einer andern Gestalt erscheint, weißich nicht; in seinen, im I. 1782. gedruck-ten Sizn^e findet es sich noch in der be-schriebene». — Im Anfange des sechzehn-ten JahehunderteS (150:) gab GallertsLarretto bereits eine Sophonisbe, inOctaven geschrieben, heraus, welche dergewöhnlichen Form des Trauerspiels vielnäher kommt, 00 sie gleich in sunh-vu-odcr gae zwanzig Acte abgcthe>'« >st: aufsie folgte der k'ilvll-'Zto »t-anfil- und Oe-metrio, lie cii 1">t>>e, Ven. 1508. Z.
kn Terzine» des Ant. Si Pistoja, und
endlich, tm I. ,516. die bekannte So«phoninbe des Giov. Georg. Cris.sino (s- >;!<?) gänzlich nach den Musternder Alten eingerichtet, (gedruckt, Rom1524.4.) aber frcolich nicht mit dem Geistederselben geschrieben. ES ist ein regel-mäßiges, aber kaltes, tvdtes KunstwerkgrößtcntheilS in reimfrcye» Versen mit ei«nein Chore. In der Zucignungsschriftan l'co X. entschuldigt der Verf. sich nochsehr, daß er sie nicht in lateinischer Spra-che geschrieben, und führt für die reim«frepen Verse sehr gute Gründe an. — Nunwar die l'aufdahn cröfnet; in kurzer Zeittraten eine Menge Dichter mit ähnlichenArbeiten hervor, als Auccellai (Idole-munäa, aufgeführt zu Florenz im I.»5>6. gedruckt, Sicnna 152z.8. Oonär.1779. 4. niit K. Orelte, erst gedrucktim itcn Bdc. dcS Vcocrn iral. von Mas«fri, Ver. 17-z. 8.) — Bongiau»Erattarolo (kulisseng, Von. 1525.8.Hlrea, 1556. ^iliauare. Vi«. 1589.8> und im 1'eareo i»i. des Masses ) —-!ss»aris G»a;;o (Oiicorllia tliimvrc,Ven. 1,28- 8->nTerzinen,)— )i>u>giAlamaiini (1° 1550. ^nrigonc, im-teilBde. s. O^ere, 1-ion, >;;z. 8.) —AuS. lNarrelli (,1'oilis liom. > 5 zz. 8.lind in s. Vpere, k^ie. 1548. 8 ) —-Ejovb. Giralvt Cinrio (l-orbecclre,Ven, 154z. 8. >564. 12. 1. Alcilc,d.Vukmis, 1.2 Leiene, l/kpiria, I2Oiclune, ia Lieopsrra, O^rrenopio,
Lisi ^nrivolomcni , sämmtlich mit dercrstern, Ven. 158z. 8. (und nach demQuadrio, Bd. IV. S. 67. zum Theilbereits 1590 einzeln.) — )!.u0. Dolce(Kcuba, Vin. 154z. 8- Dielle, Vin.I54Z.8- »icione, Ven. 1547- 8-I.a Oiocalls, Vin. 1549.8. liigeni!.,Vin. 1551 .8. 1 .2 Vkellc-, Vin. 1557.8.Diese se .»6 zusammen, Vin. 1560. i:.,c^6. 8. 1 .2 ssst2li2lin2, Vin. 1565. 8.l.e Vro^ane, Vin. 1566. 8 ) — Pier.Arerino (s .'Or»rii>, Ven. 1546.8.)Speron Gpenoni (f i5;8. 1 .2 Lon-.ce, l^ir. (Ven.) 1 546. 8. Ven. 1 ;6z.8. welche, wegen der ungleichen Verse(verü^orri) der häufigen Reime, und
ihres