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4 (1794) [R - Z]
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ken. Es wäre zu versuchen, wasfür eine Würkung es thätc, wennzwischen den Aufzügen Chöre erschie-neu, die durch ftyerliche Gesänge ei-nige Eindrüke des vorhergegangenenAufzuges noch tiefer einprägten.Frcylich sind dergleichen Aufzüge, dawir gar zu sehr alle ftyerliche öf-fentliche Handlungen eingehen lassen,etwas fremde.

Das griechischcTraucrspicl kommtun.ftiiBcrglcichung des heutigen, be-sonders des französischen, vor, wiedie griechischen Eraluen eines Phi-dias gegen die von Pigalen, oder ge-gen die gewählten Bilder eines Wat-teau. Jenes zeiget bey der edelstenEinfalt und in scinernakenden Gestalteine Vollkommenheit, eine Große, diesich der ganzen Seele bemächtiget;diese scheinen durch Lebhaftigkeit derGebehrdcn und der Stellungen, unddurch redende Minen schon. Aberdiese Gcbehrden und Reden drükenganz gemeine und alltägliche Dingeaus, die im Gcmülhe nichts, als dieLebhaftigkeit des Ausdruks zurükc-lnsscn. Es ist offenbar, daß die Al-ten in Behandlung der Leidenschaftensich weit näher an der Narnr gchal-teil, als die Neuern. Diese sind garnicht selten weich, gekünstelt, über-trieben. Die Alten scheinen es sich zurRegel gemacht zu haben, ihre Perso-nen so reden und so handeln zu las-sen , wie ihr Charakter und die Lageder Sachen es crfoderten; die Ncuernscheinen mehr den Zuschauer desTrauerspiels, c-ls die handelnde Per-son vor Augen zu haben, und nichtdas Natürlichste zu finden, sonderndas zu suchen, was ihrer Meynungnach den Zuschauer am stärksten rüh-ren mochte. Jene lassen gar nichtmerken, daß sie für einen Zuschauerarbeiten; diese sehen gar oft alleinaufihn, und scheinen die Wahrheit dervorzustellenden Sache aus dem Ge-sichre zu verlieren. Wir müssen deswc-gen de» Verlust so vieler hundert grie«

Tra

chischer Trauerspiele sehr bedauren.Denn die Griechen haben eine großeMenge tragischer Dichter gehabt, de>ren Vcrzeichniß beym Fabricius*)zu finden. Die Anzahl der Srüke,deren die Alccn erwähnen, belauftsich weit über tausend, davon kaumnoch dreyßig übrig sind, welche denAeschplus, den Sophokles und de»lLuripides zu Verfassern habe».

Die Römer waren, wie es scheint,auch in diesen, Stük weit hinter denGriechen zurük geblieben. Die ciu-zigen römischen Trauerspiele, die wirunter dem Namen des Seneca nochhaben, sind noch weiter hmier derVollkommenheit der griechischen Stä-ke zurük, als die guten Stükc derNeuern. Doch scheinet es, daß sieauch gute Trauerspiele gehabt, inderen Vorstellung man sich mit gros-ser Gewalt gedrängt hat. „Stiebereich M werdensagt Hör«), „esft)> mit Recht oder Unrecht, damitdu nur die Trauerspiele des Pu-pius in der Nähe sehen könnest'*)."Es scheinet, daß unter den Neuemdie Spanier zuerst das Trauerspielwieder nach der guten Art der Alteneinzuführen gesucht haben. Ein spa-nischer Schriftsteller f) versichert,daß schon im Jahr izzz FernandPeres de (Vliva zwey gute Trauer-spiele, die Rache des Agamemnon,und die becrüble Hekuba, geschrie-ben habe»). In Frankreich sind die

ersten

") Libl. Lr. I. u. c. I?.

") Nor. Lp. I. I. 6;.—. — -kem ticiss, rem,8i potlis recke; l> non, guocungu«

irmsso rem,Vt propiu» fteÄ«! Incrimol» poemsitk'upi.

f) Dom >ulkin <Ze lVtonriüno y ? u-ysnäo. dessen Schrift unter dem Ti-tel: tllk'er-acion tur les krsj-eibiieftaFnuIes, ins sraiijösiichc übersetztworden.

») Bekanntermaßen ist die Sophomsbedes Lrissina bereits im I. i;M znRamaufgelührl worden, folglich sind, aus

alle