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4 (1794) [R - Z]
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eine von ihnen erdachte Suche. Vonden Neuem haben sie in Frankreich/i, - Droste und LeMcrcier, dcrerste-re am Pallast Luxemburg, der andereim i'ukus ru) ai angebracht! M'an-saro au der Grotte zu Versailles.

Darin kommen alle Baumeisterttbcreiu, daß sie von allen Arten dieeinfachesic sey, und die wenigstenlind einsachesten Glieder habe. Gold-mauu macht die toscauische Säulelb Model hoch; dem Fuß giebt ereine runde Plinthc und einen Pfühl,jedes von ^Model hoch. DemKnanffgiebt er außer dem Hals dreyRicm-lem, einen Wulst und die Platte, undan dem Fries macht er hervorstehen-de Balkenköpsc, doch ohne Drcy.schütze *).

Was sonst noch über die toscani-sche Ordnung zu erinnern wäre, istbereits anderswo angezeiget wor-den **).

(*) Von der TvScailtscbcn Ordnunghandelt, unter mehrcrn, Millzia ln s.Giundl. der bürgert. Baukunst, Bd. l.S. >07, d. Uebers.

Tragisch.

(Schauspiel.)

Aas Wort bedeutet etwas, das derTragödie eigen ist, oder sich für die-selbe gut schiket. In diesem Sinnechagt man, eine Handlung, eine Be-gebenheit, eine Leidenschaft sey tra-gisch. In etwas eingeschränkter»:Sinne werden Zufalle, Begebenheitenoder Handlungen, wodurch beträcht-liche Unglüksfalle veranlasset, oderhervorgebracht werden, tragisch gc-ücynt, weil man gewohnt ist, der-gleichen in dem Trauerspiel zu sehen.Äir nehmen hier das Wort in demerster», allgemeinen Sinne, von dem,

») S, Abschnitt 1Tb S. lv s.

"7 G- Ordnung Hl Tb. S> 6ao f.

Tra

was sich zur Tragödie schiket, oderihr eigen ist.

Der Hauptcharakter des Tragi-schen besteht in der innern Große,oder Wichtigkeit der vorgestellten Ge-genstände. Die Personen müssen ent-weder durch ihren inntrn Charakter,oder durch ihren Rang, ihre Würdeund ihren Einfluß auf die Gesellschaft,darin sie leben, wichtig seyn: dieHandlung muß nicht auf ein gerin-ges, oder vorübergehendes Interessegegründet seyn, sondern die Wohl-fahrt, oder den gänzlichen Unterganggroßer Personen, oder gar ganzer Fa-milien, oder Gesellschaften entschei-den. Die Alten haben, wie bekanntist, die Hauptpersonen niemals ausdem Privatstande genommen; undnoch gegenwärtig kommt man durch,gehends darum überein, daß die tra-gische Bühne Personen von hohem,öffentlichem Charakter erfodere. Manhat deswegen dem pathetischen Dra-ma, dessen Hauptpersonen aus demPrivarstand genommen sind, den de.sondern Namen des bürgerlichenTrauerspiels gegeben, dem noch ver-schiedene Kunstrichter, wir könnennicht entscheiden, ob mit Recht oderUnrecht, den Rang der Tragödie strei-tig machen. Daß auch Privatperso-nen durch die Größe des Gcmüths»charakters in bloßen Privmaugele.geuheiten, in einem ganz merkwnrdi,gen Lichte erscheinen, oder von außer,ordentlichen Unglüks allen betroffenwerden können, wird Niemand läng«nen. Aber wenn ein großer Charak-ter sich gehörig cntwikcln soll, so mußdoch das Interesse, wodurch er inWürksamkeit gesetzt wird, von Wich-tigkeit sey»! und Begebenheiten, dierecht tragisch seyn sollen, müssenentweder viel Menschen zugleich,oder Personen von hohem Rangebetreffen.

Soll die tragische Bühne zu etwaswichtiger,,!, als zum bloßen Zeitver-treibe dienen, so scheinet wenigstens

so