Druckschrift 
4 (1794) [R - Z]
Entstehung
Seite
551
Einzelbild herunterladen
 

zur Vollkommenheit der weichen Tomart gediehen. Ueberdies sind die To-ne beyder Tonleitern von dcrBeschaf-fenheit, daß aus ihnen zu jedem Ge-sänge der harten oder der weichenTonart die vollkommenste harmoni-sche Begleitung zusammengesetzt wer-den kann, welches in den übrigen al-ten Tonarten wegen der Uuvollkom-mcnheit ihrer Tonleitern auch Nichtangeht.

Ware das chromatische und cnhar-monische Geschlecht in unser Systemeingeführet oder einzuführen möglich,so würden wir auch chromatische undenharmonischcTonleitcrnhaben. Solange aber alle Tone unsers Systemsblos zur Vollkommenheit des diatoni-schen Geschlechts da sind, und alles,waswürklich chromatisch undenhar-monisch in unsrer Musik vorkommenkann, blos aus cinzelen Fortschrei-tnngen der Melodie oder Rükungcnder Harmonie besteht, wodurch nochlange kein eigenes Klanggeschlcchthervorgebracht wird, sind alle dieverschiedenen Tonleitern von >7 bis29 und mehreren Tonen, die so un-

richtig mit diesen Namen belegs, undoft so weitlauftig zergliedert und un-tcrabgctheilt werden, blos chroma-tisch und enharmonisch in der Einbil-dung, weil sie im Grunde aus mch-rcrn diatonischen Tonleitern znsam»mengeschoben, und übrigens an undfür sich von gar keinem Nutzen undGebrauch in unserer Musik sind *).

Wir zeigen demnach nur die vierund zwanzig diatonischen Tonleiternnach den zwölf harten und den zwölfweichen Tonarten, mit den Ver-haltinssen ihrer Intervalle von demGrundton an, da es unstreitig ist,daß die Verschiedenheit der Reinig-keit der Intervalle in jeder Tonlei-ter auch eine Verschiedenheit in demAusdruk bewürken müsse, daß folg-lich einTon vor dem andern, der zurTonica eines Stüks gemacht wird,mit Nüksicht auf den befsndern Aus-druk der Moll- oder Durtonart, z»diesem oder jenem Ansdrük am schik-lichsten scyn müsse. Wir beziehen unsauf das, was hierüber im ArtikelTon gesagt worden.

Tonleitern Oer zwölf Töne nach Ver harten Tonart.

c.

v.

c;.

fl-f)

II.

i.

>>1).

s

i-L.

4

5

5

5

L.

c.

i.

0.

S.s

L.

64v

s I S2

TT???

L.

55II.

5Z5

*c.

i

>-e.

v

4

ö.

5

Ȋ.

2.?SS

ö.

5

c.

IsS?6.

L.

64

5

/r.

2?n.

r 6

L? 3

1.

?.

§(Z.

4v?

FI?

5

v.

2?

0.

cl.

, ze0.

1

9

5

4».

/^c.

«<i.

e.

»

A64S

40 sH

§55

?.

121e»SS?

554

c.

5dch

56.

55

e.

k.5»f.5

Mm 4

') S. Chromatisch: Enharmonisch: Dia-tonisch; System.

f) Man hat in dieser Tabelle, um dasLerhstltni) des ^ und c desto leichter

'zu übersehen, weder noch

sondern an deren statt ^gesetzt, da derUnterschied derselben nur ein halbesCviiuua beirstgt.