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der Hey dem König Antiochus inDiensten war, sich geweigert babe,aufBefehl seines Herrn die Freiheitzu tanzen, weil dieser des TänzersVaterstadt Priens sich unterwürfiggemacht hatte. Der Grund der Wei^gcrung macht diesem alren Tänzerkeine Schande. „Es sieht mir nichtan, sagte er, die Frcyhcit zu tan.zen, die meine Vaterstadt verlorenhat."*) Sie haben aber auch solcheTanze gehabt, bey denen es haupt-sachlich auf seltsame Sprünge undhöchst schwere Gebchrdungen an.kommt; denn Crato sagtbcym Lneian,es fty schandlich einen, Menschen zu«zusehen, der sich über alle Maaßedie Glieder verdrehe.**)
In den neuem Zeiten haben dieItaliener den Tanz wieder auf dieSchaubühne gebracht; und diesesscheinet bey Gelegenheit der Operngeschehen zu ftyn.f) In dem letzt-verwiesenen Jahrhundert aber hatman hauptsächlich in Frankreich aufdie theatralischen Tänze gearbeitet.Man giebt durchgehends den 2öeau-cbamp, der unter Ludwig dem-XIVder erste Oirsssteur cle t'^oaciemisäe vanie gewesen, für den erstengroßen Meister der Kunst aus. Wirhaben aber schon anderswo ange-merkt,sts) daß die ganze Kunst destheatralischen Tanzes der Neuem,bis auf die itzige Zeit, für Personenvon Geschmak eben nichts sehr schatz-bares gehabt habe. Man hat erstseit wenig Jahren angefangen ihreine Gestalt zu geben, in welcher siesich mit Ehren neben den andern scho.nen Künsten zeigen kann; und dazuhat der berühmte Noverre sowohldurch feine Briefe über den Tanz, alsdurch die von ihm erfundenen undauf die Schaubühne gebrachten Bal«
') Lexr. Lmpir. aävers. Irlarkem. I.> I.
st) S. Opera.
Ist) S. im Artikel Ballet.
leite nicht wenig beygetragm. EinMan» von feinem Geschmak und vielErfahrung in allem, was zur Schau-bühne geHort, halt dafür, daß -Hil.verding in Wien den ersten Schrittzur wahren Vervollkommnung destheatralischen Tanzes gemacht ha-be.'") Man kann demnach hoffen,da nun ein fo guter Grund zur Vcr-befferung der theatralischen Tanz-kunst gelegt worden, daß sie sich enb-lich in einer Gestalt zeigen werde,die dem edlen Zwek und der Würd»der schonen Künste gemäß fty.
Von der Eanchunst überhaupt,handeln, theoretisch: Rivaldo Eor-fo (Oel Kollo, Oiol.üul. 1557.8)—-»Fabric. Earoso (II llollorluo . . .Veu. 1582. 4. Enthält Anweisungenzn iwlienischcn, französischen und spani-schen Tänzen.) — Jean Tabourocoder Thoinec S'Arbeau (Vroire äslo Oonks, ?sr. 1589.4.) — Iah.Pasche (Beschreibung wahrer Tanzkunst..Frfr. 1707. s) — John Wcavcr (ssec-eures ori rds grc «f OoncinZ evirb aVrear. vn Xcllnn ouä Lcssure, Oonä.1721. 4.) — Rameau (kl-iine ^äonfer, gui enfeigne Is msniers äsfaire rous les äisserens pss... ec äsconäuire les drss . . . pzr, 17Z4. 8.m.K.) —> E. Ehr. Ä.ang (Anfangs-gründe zur Tanzkunst, Erl. 1751. 4.) —
Ehr.
") Oa peur slluree bilräimenr quenou»n'svons connu (jusgu'au rems äellil»veeäie.z) gue le simple /Xlpbober äsla Oontc. — Oes LpeÜzreurs froiäser rrirnquillcsonr »ännie rios pzs, nossrriruäes» nos mouvsmens, norre cs»äsnce, norre S-pIomb, xvec lz memsinäiffsrencs «zu'on aämire äes )-eux,äes boucbes, äes r>S2, äes mnins, »r.rillemenr cea^onnss. S. Rellin äskierre IZzIIer - pziuomimc, compolspze käe. ^rigioliiri er represeniö ü Vien»ns en vÄob. i/äl. Die angcfübrteStelle ist aus der Vorrede dieses klei-nen Werks, die Hrn. Calzabigi zumVerfasser hat, obgleich derBalictmci-sicr AnMinl hgkiii sp»icht.