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4 (1794) [R - Z]
Entstehung
Seite
475
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gen des Dominantcnaccordcs; weiljede Verdoppelung desselben hart klkk.get, und entweder verbotene Octa-vcnfortschreitungen oder einen sieiftnGesang verursachetDaher kannbei) dein Sextenaccord des folgendenBcyspiels die Sexte des ersten Exem-pels verdoppelt werben, im dem zwey-tcn nbcr nicht, weil sie das Subse»niitonium ist.

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Sylbenmaaß.

Äas Wort scheinet in verschiedenenBedeutungen genommen zu werden.Ucberhanpr drükt cs daS regelmäßigeAbmessen der Sylbcn aus, in sofernes auf ihre Lange und Kürze geht;wie wenn man sagte: die gebundeneRede unterscheide sich' von der unge-bundenen dadurch, daß in jener einSylbenmaaß beobachtet werde. Nachdieser Bedeutung wird es auch ge-braucht, wenn man von einem Ge-dichte sagt, die Verse haben ein jam-bisches, oder trochaisches, oder einnach einem andern herrschenden Fußbencuntes Sylbenmaaß. In diesemSinne wird es ofte mit dem WorteVcrsart verwechselt; denn man sagtbisweilen auch eine jambische, tro-chaische u d, gl. Vcrsart. Man deh-net die Bedeutung bisweilen so weitaus, daß man die ga rze metrischeBeschaffenheit des Gedichts durchdas Wort Sylbenmaaß ausdrükt.Diese Bedeutung hat es, wenn manvom elegischen, heroischen, drama-tischen und lyrischen Sylbenmaaßespricht.

Wir schranken hier die Bedeutungblos auf die Beschaffenheit der Füßedes Verses, ohne Rüksicht auf seineLange und andre Eigenschaften, ein,und schreiben allen Versen einerlei)

") S. keiltoll.

Sylbenmaaß zu, wenn die Beschaf-fenheit ihrerFüße einerlei) ist. wie ver-schieden sie sonst in ihrer Lange ftycn.Nach dieser Bedeutung sagen wir al-so, die Alven, die Salyren und diemeisten Oden von Halter haben das-selbe Sylbenmaaß; in sofern näm-lich die Füße der Verse dnrchgehcndsJamben sind.

Das Sylbenmaaß nennen wirgleichartig, wenn der Vers ans glei-chen Füßen, als Iamben, Trochäenu. s. f. besteht, ungleichartig, wennmchrcrt Füße, als Spondaen, Dak-tylen u. a. in demselben Vers zusam-menkommen. So viel sey von derBedeutung des Worts gesagt.

Unste deutsche Dichter vorigerZeit, das ist, die, welche vor demvierzigsten Jahr dieses laufendenJahrhunderts geschrieben haben, wa-ren gewohnt meistentheils in gleich-artigem Sylbenmaaß zu dichten, undzwar vornehmlich in dem jambischenund trochäischen, welchem sie aberbisweilen einen Spandaus mit ein-mischten. Zum lyrischen Gedichtewählten sie kürzere jambische odertrochaischc; zum erzählenden undlehrenden aber längere, und blosjambischeVerse. Die lyrischen Stro-phen aber setzten sie bisweilen ausVersen von verschiedenem Sylben-maaße zusammen. Aber von Versenvon ungleichartigem Sylbenmaaßewußten sie wenig, und glaubten vcr-muthlich, daß unsre Sprache sichdazu nicht schike.

Da sie in der lyrischen Art weitmehr Lieder, als Oden dichteten, zowar es in der That auch schillich, beygleichartigem Sylbenmaaße zu blei-ben. Denn es scheinet, daß die durch-aus gleichartige Empfindung, diezum Charakter des Liedes gehöret *),auch ein solches Sylbenmaaß crfo-dcre. Nur in den Liedern von solchen

Doppel-

S. kied.