Druckschrift 
4 (1794) [R - Z]
Entstehung
Seite
473
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damit überladet, so wird sie dem Au,gc des Keuners sehr zum Ekel.

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Von der Stukkatur überhaupt handeln:Joh. Aug. Corvimu« (/^rciz8culpto-risc, vulgo 8cucc,ror!se, pzcsllißms-»z, Vinkel. 1708.) Jvl).

!Hlelc!i. Croeker (Das sotc - 2?tc Kap.der jlveptcn Abthcil. s. wohlanführcndcnMahlees, handelt von Gipsaebeitcn.)Anclais Ve Moncamp (Bep s. ?»ir-<le8 cvuleues pour Is Peine, en Lmail.... findet sich eine ^ec ciir Srucca-teue.) Appeal on ckic rigdc otnliUA Oil- cemenc or compntlricin t'orLrucca, 1779. 8. Als Stukkaturar,dcltcr sind voezüalich bekannt: Margari-tonc (ff 1Z17. Wied für den Erfinder derENltkaturarbeit gehalten.) Barth. Rlldolfi (1550.) Giov. Nanni, da Udincgenannt (f 1564,) Leon. Ricclarelli(1570.) Luc. Romano (1586.) Arudiniund Bronchi (1640.) Roncaioli (>660.)Giov. Fil. Bezzi (1690.) Giovb. Artario(>700.) Giovb. Genvne (1700.) Ant.Disegna (1710.) Sant. Bus» (17ZO.)Abond. Stazio Mich. Tofia (f )CIcriei (1745) Carpof. Mazzetti, Ten»chola gen. (1750.) Gius. Artario (1-1769.)Benign. Boss» u. a. m.

Stumme Spiel.

Der Theil der Vorstellung desSchauspieles, der ohne Reden ge-schieht. Man wagt es noch selten,einen etwas beträchtlichen Theil derHandlung auf der Bühne stillschwei-gend fortgehen zu lassen; daher dasstumme Spiel nach der itzigcn Be-schaffenheit der Bühne vornehmlichKey den Personen statt hat, welchewahrender Zeit, da andre sprechen,entweder als Zuhörer, oder in an-dern Bcschafftigungcn aufder Bühnesind. Die Furcht vor dem Still-schweigen hat indessen gar oft beyDichtern sehr schwache frostige Sce-ncn veranlasset. Es trifft sich bis-

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weilen , daß die Leidenschaften aufdas höchste gestiegen sind, oder daßsich ein unvermutheter, aber höchstmerkwürdigerZufall ereignet, da dasStillschweigen sehr natürlich wird.Dieses zu verhindern, laßt der Dich-ter bisweilen Nebenpersonen reden,aber so schwach und so frostig, daßein ganzer Auftritt dadurch verdor-ben wird.

In wichtigen Auftritten geschiehtes ganz natürlich, daß die Hauptper-sonen in einem etwas langen undwichtigen Stillschweigen sind. Laßtman alsdann Nebenpersonen reden,so wird unsre Aufmerksamkeit vondem abgezogen, worauf sie allein solltegcric' let seyn. Daher scheinet esschlechterdings nothwendig, daß bis-weilen ganze Auftritte, oder dochTheile derselben stumm ftyen.

Es sey aber, daß ein Auftritt ganzoder nur zum Theil stumm ist, so istallemal das stumme Spiel ein sehrwichtiger Theil der Kunst des Schau-spielers. Denn es kommt gar oftvor, daß wenigstens ein Theil dervorhandenen Personen eine Zeitlangentweder blos zuhören, oder sonstkeinen Antheil an der Unterredunghaben. Alsdenn kann ihr stummesSpiel viel verderben oder gut machen.Es spricht entweder gar keiner; odernur einer, und alle andre hören zu;oder es unterreden sich zwey, undandre hören zu; oder es sind Perso-nen da, die weder reden noch zuhö-ren, sondern für sich in Gedankenbeschasstiget sind. Dies sind die vierFalle des stummen Spiels.

In den drei) ersten Fallen mußschlechterdings alles auf den Inhaltder Rede übcreiustimincn. Die, wel-che nicht reden, müssen den Redendenzuhören, und an ihren Stellungen,Minen, Gcbchrden und Bewegungenmuß man den verschiedenen Eindrukder Rede sehen. Das stumme Spielmuß eine Achnlichkeit mit der Be-gleitung der Instrumente bcym Ge-Gg,5 sang