Son
S 0 N 4ZZ
pbil. Dosportes (5 ,626. SSgleichfrüher gestorben, als einige der vorherangezeigten, ist doch seine Sprache reiner,sein Ausdruck bestimmter und deutlicher,als seiner Vorgänger; aber frevlich ist seinTon auch nicht mehr so naif, so herzlich;seine größere Eleganz hat er nur auf Ko-sten der Natürlichkeit und Wahrheit er-worben. Seine mir vieler Empfindunggeschriebenen Sonette finden sich im >>tcnBd. der -iunal. pver. und sind zärtli-cher, als in unser» Tagen ein Geistlicher,wie er war, sie geschrieben haben möchte.Es sind indessen auch geistliche darunter,und unter andern eines, (S. 28.) daösichtlich das Muster des berühmten So-nettes des Dcsbarrcaux:
Lrauei Oieu, res ^Ussemeus Courrem^Iis ä'cczuire U. s. iv.gewesen, obgleich schwächer geschrieben, ist.Ucberhäupt sind unter seinen Gedichtendie geistlichen die unbedeutendsten.) —Lrcs. N-alhcrbe (f röiz. Unter seinenWoestes, ?ar. >66c>. 12. 1757. L. fin-den sich auch Sonette.) — Frcs.May-nnrO (f 1646. Seine, nicht gänzlich inder, für das Sonet angenommenen,Form, geschriebenen Gedichte dieser Art,in seinen poel' ttar. 164S. 4. sind größ-tentheilS höchst mittelmäßig, und nähernsich immer mehr der Natur des Epi-gramms. Die besten darunrcr sind dieToners cbastrins gegen den Card. Riche-lieu.)— Pierre Gouvelin (5164?.Er hat deren ganz artige, in der Mund-art von i'anguedoc abgefaßt.) — Ei. ve!Nallevilie lf >647. Seine ?oess C'ar.,649. 4. und 12. bestehen fast aus nichtsals Sonetten, wovon nur eines (das epte8ur la belle iVIariueule) berühmt, odervielmehr vorzüglich bekannt ist, weil esunter den, über eben diesen Gegenstandvon Voituee und verschiedenen andernscbönrn Geistern verfaßten Sonetten, dasbeste wae. Nacbru.' c von ihm findet sichin Baillets suA. lies bav. poer. rnoä.1464 V.ivc. p.:. p. i;8.Ii.) —> Vinc. 0e Voirurc (f 1648.Auch in s. 0cr,vr. s^ar. >6z6. 4. findensich Sonette.) — Iccm (vgier veVierter Theil.
Combaud (f >666. ?oef. 1646. 4.se h r viel mittelmäßige Sonette.) — De-nis Sanguin Ve Sr. Pcrvie (5 >070.llntcr s. ltt asses finden sich einige, ziem-lich glücklich gewandte Sonette.) —>Jecm Ehapelain (f 1674. Seine So-nette sind unstreitig besser, als s. Pueelle.)-— ?c»ii Henaulr (f >68-. Er gehörtzu den Dichtern, an welchen Boileau sichein wenig versündigt hat. Sein Sonetaus ei» zu früh gcbohrncs Kind ist nochbceühmt.) — Auch finden sich deren nocherträgliche untce den Gedichten des Den-secade (s >691.) Eg. Menage (f >692.)Matth. Montreul (f >692) RegnierDes-marais (f i/iz) u. a. m. — UcbcieenShaben die Feanzose» dem Soncttc dieLnurs rimes zn verdanken. Bekaunttr-maßen werden diese Endreime in der Hormdes Sonettes gegeben. Daher sic de»»auchLonnccen blaue höißen. Tttr Erfin-der diesir Spielerei» war ums Iahe1646. ein gewisser Lulot, und die Er-findung erhielt so allgemein Bevfall, daßschone Geistee und .yofieute, um dieWette, dergleichen Louuec eu blaueausfüllten, und sich einander ausga-ben. Gussi - Rsbuci» beschäffiigte sichoft damit. Sarasi» machte dem Spaße,Uli, daSJ. 1654. durch seinen Ouior vaiu.cu , ein scherzhaft episches Gedicht, ei»Ende. — —
I» lTnzlKuo wurde das Sonet, un-ter der Regierung Heinrich des achten,das heißt, sobald die Nation zu innererRuhe gelangt, und für zärtliche Empfin-dungen Raum war, mit der klassischenund italienischen Litteratur zugleich be-kannt. Heinr. -HorvnrO Graf Sur«r?7 (f 1547.) war drc erste, weicher de-ren schrieb, und ungeachtet der Hauptgc-genstand seiner Dunges anä Louerrcs,k.ouä. 1557. 4. i;6e. 4. und öfter,auch einc Geliebte, und Petrarch sichtlichsein' Muster ist: so ist er doch von de»metaphysischen Schwärmcrcycn des Jta.liencrs, so wie von den gelehrten Anspie-lungen, und den erzwungenen Einfällendesselben frcy. Seine Sonette reden dienatürliche Spräche des Herzens; und ei-E e lies