4Z2 S 0 N
Son
Bd. 4. verschiedene aufbewahrt wordensind; dergestalt, daß er im Ganzen dervorzüglichste französische Sonetdichtcr hris-scn kann. Uebcrhaupt war das Svnctjetzt Modedichtung; bis zum Ausgangedes siebzehnten Jahrhundrrtes haben astefranzösische Lichtcr deren geschrieben; unddiese Olchtart stand in so großem Ansehn,daß noch der Gesetzgeber deö französischenParnasses, Boileau (^rr pocr. (lli.ll.)ein fehlersreyes Sonet für eben so wichtigund wcrth, als ein großes Gedicht er-klarte, obgleich seiner Mcymmg nach ei»solches Meisterstück noch sollte gesundenwerden! Das beben des du Btllm, findetsich lm Gvujct, Bd. Xil. S. u?» unddie Urthcllc über ihn im Baillct, lloor.rnoei. dlv. izoz.) — Plivicr deMaznzr(i;6o. Einige nicht ganz schlechte Sonettevon ihm finden sich im 6lcn Bd. S. >5 u. f.der Tliinsl, poec.) Et. de laBoc-lie (,ch 1561. Die von ihm im ?ten Bd.der rtrinal. pr-er. aufbewahrten Sonet«te, haben wirkliche Sprache der Em-pfindung.) — P. de Ronsard (s >535.In s. Oeuvr. llsr. 1609. t'. nchnien dieSonette zwei, Bücher ein, die aus eineCaffandra, Maria und Helena geschrie-ben , und zum Thcil von Mueet cvmmcn.tirt worden sind, auch ihrer Zelt so vielSlusschcns machten, daß der Cardinal duPerron ihrer, in der t'cichencedc dcS Ron-sard, besonders gedachte, und französi-sche Kunstrjchtcr der Zeit sie den Sonet-ten der Petrarca vorzogen. Aber sie sindschon lange vergessen, und verdienen es;sie sind voller Gpielereven und Witzcieyen,voller erzwungenen Wendungen und Zie-rcrcpcn; er vergleicht seine beliebte miteinem wilden Thicre, auf welches erJacht macht u. d. m. dergestalt, daß dieVerfasser der /tnnolcz pc>er. nur wenige(in den ;ten Bd.) ausgenommen haben.)— Rem? Bellen;» (f >577. Nachah-mer des Ronsard , ob er gleich früherstarb, und mehr Wahrheit und Natur inftincn, als in seines Meisters Gedichtenherrscht. Im 6ten Bd. der z^nnal.pucr. finden sich einige seiner Sonette.)---- Jegn Ant. ds Bnif (f Die
in der Sammlung seiner Werke unterdem Titel, ^mciui-5, befindlichen Ge-dichte bestehen vorzüglich aus Sonetten,wovon aber nur wenige einen Play in de»^nnai. p«er. Bd> 7. verdient haben.) —Jean de la Josten (i;s;. Unter seinen,in den verschiedenen Samml. s. Gedichte,befindlichen Sonetten, sind auch reimesreye. S. übr>gcns Goujet, Ld. >z.S. 17g und die sliiusl. p»cr. Bd. XII.S. ii? u.f.)—- Ieanpast'erat(f,6oz.Im zten Bd. der ^nnal. poar. findensich die besten seiner Sonette, welche iretz-lich viel falschen Witz, aber auch viel guteStellen haben.) — Er. Pasguier(f tS>5. scheint den, zu dergleichen Spie-lereycn nörhigen Witz völlig besessen zu ha-ben. Einige N'ußerst naive Sonette vonihm sind im Hton Ad. der züilnal. poer,anzutreffen.) — S. G. de la Rogus(»615. Seine, in dem raten Bd. derrünirsl. puer. aufgenommenen Sonettesind nicht ganz schlecht.) — Claude deTrellon (Sein Zeitalter ist weder vonGoujet(llil>li»rb. t'r-,115. D. Xlll. p. 575.)noch tu dcn l^niral. posc. Bd. 10. S. 77.genau bestimmt; aber die letzte, unterdem Titel, I.e Lavoliee pacnsir ....I.;'nn 1797. 12. erschienene Sammlungseiner Gedichte berechtigt ihn zu dieserStelle; sie enthält viel, sehe viel So-nette , wovon nur wenige in dieHnn-I. poer. aufgenommen wordensind. Aber er lebte in dem Jahr-hunderte dieser Lichtart, wo, «er Dich-ter heißen wollte, ein paar hunderte der-gteichen auf seine Geliebte geschrieben ha-be» mußte.) — Jean de ia Teppeds(16z.cz. Merkwürdig durch die in zoo So-nette gebrachte Passion — gerade, wieMaöcarit! die Röm. Geschichte in Madri-gale dringen wollte.) — Gcevvla deGt. Marchs (ch iüzz. Die von ihm miSten B. der /ViZiioi. pe>er. ausbeivah, reuSonette scheinen mir nur dadurch merk-würdig, daß sie eine reinere Sprache zei-gen.) — Suy de Tours (In seinen in»«Ott» Bd. der sziin. po>er. bestndlichcnSonetten sind glükliche Wendungen, har-»uenischer Schi, viel Zierlichkeit.) —
^hil.