scn eben so seyn, wie in der zweyten,und der erste Vers muß nicht nurmit dem vierten, sondern auch mitdem fünften; der zweyte „ist demdritten und auch mir dem sechsten;der dritte mit dem zweyten und sie-benten, und der vierte wieder mitdem achten reimen- In der drittenStrophe reimen die beyden erstenVerse; hernach kann der Dichterdie vier übrigen Reime ordnen, wieer will.
Dieses hat so ziemlich das Anseheneiner poetischen Tandeley. Bodmerl vergleicht es scherzend mit dein Bettdes Prokrusts «); denn der Dichtermuß seine Gedanken in die Fvrm desSonnetS hincinzwingcn, und siealso bald in die Länge streken, baldabkürzen.
Man hat heroische und verliebteConnece, auch einige moralischenInhalts. Vcy uns ist es völlig inAbgang gekommen; aber in Italienscheinet mm, noch darin verliebt zuseyn. Ohne Zweifel hat der unnach-ahmliche Pecrarcda dieses Gedichtseinen Landsleuten so schatzbar ge-macht.
Von der Theorie des Sonettes hambcln Vincenzo Toraloo von Arra-gonia (k-s Vcronica, ovvero eiel 80-zicrro Disl. Leu. 1589. 4 ) — Fed.Menini (llirrskcn ciel Lonecco . . .biap. 1677. 12. Ven. 1678. 12.) —Mar. tLguicola (in den Intlirui. sleomporrc in ogni 8orre <li llima, dkil.i ;8>. 4') '— iL. Trissino (in derIV. Oiv. s. l'oeeica, im 2 Bd. s. Dpcre,Ver. 1725. 4. S. 44.) — S. Mill-
*) Nicht Bodmer, wenigstens nicht zu-erst, sondern lange vor ihm, Gravina,in dem Diso. Neils Divilione cl'^rca-n>2, bei) s. Werke Deila Id-x. poer.S. >IV. Verl. 17Z1. 4. Gottscheds ei-gener Einsall darüber (Crit. DichtkunstS. ü-s. zreAnfl) ist, wcniostens ebensoviel werth, als der, dem Hrn. Bod-mer hier zugeschriebene.
tnrno (im zten Buche seiner ?ocr. S.240. Ven. >564. 4.) — Disto, (in s.Introstn^ionc slla Volkse pvelie, S. >ZZ«ttom. >777. 12.) — A. Derrlnelli(im 7te» Dd. S. z;>. s. vperc, Von.1782. 8. u. v. a. m.) --- (vuil. Col-leret (l'rsice esuboneicr . . ttai. 165 z,12. in einen Auszug gebracht MN Cva«kons, in scincn ide»icl cie Ii! pceilotr->n^,) — 2öru;en Oe la Marti-Niere ( Ovlervsr. tur le 8onncr . »bei) dem Idee, üez Lpigr. trsn^. /zmtk.1720. iz. 2 Bd.) — RcmonO deSt. Mard (ldetlex. tur le 8onnec . .IN s. ttestex. tue la poetle en genersl,z la 1754. 12. und im 5tcn Bd.S. 8b. seiner Dsuvr. sz,nik. 1749. 16.)— In Seurscker Sprache: S. die,bcy dein Art. Dichtkunst, S>. 6?ü u. f.angeführten Schriften, von F. Hamann,Rothe, M. G. kudwig, McnanteS, I.S. Wahlen, I. Wokeniust, I. G. Neu«kirch. Auch H. Bürger sagt in der Dorr,zu der Ausgabe f. Gcd. v. I. 1789 etwa»zu ihrer Empfehlung. — >— Was, übri-gens, die, Entstehungsart des SvncttcSanbctrift: so ist dieses Wort das Oim!»nutis von 8on, und 8on hieß bcv denProvcnzalcn ein Gedicht, welches zumSingen gemacht war. ( S.ttol eis chlsvarre, l'zr. 1742.12. Bd.?.S. >43- N. 2. S. -9z. und dcH Mintur-no I-oerics D. z. S. >?->» Ven. 1564.4.) Auch kannten diese, unter demNahmen, Gonet, schon eine bc-sondre Dichtart, wie, unter andern, de»VcrS:
Lc msinr Lonac ec M2!nre Ken-verciie
ln der angeführten ?oet°. llu lloi lledsts.vsrro (S. 14g.) beweist; !n eben diesemSinne kommt eS, in dein Nomon rle l»kose vor:
lt.,!« ä'amour cc 8one» cnurrois.aber, ob diese Dichtart schon eine, undob sie nur Eine, und welche Form siehatte ? ist nicht bekannt. So viel zeigtsich nur aus einem, von dem Nosteada«MUS, in den Vies äes ?occ. Vrovnnc,,
N. ;s