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4 (1794) [R - Z]
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418
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tigcn Sänger soll gesprochen werden.Anfänger der Siügkunst inachen mitdem Solfeggiren den Anfang, undwerden ans mannichfaltige Art solange darin geübt, b»s sie nach No-ten singen, oder, wie man sagt,treffen können.

I» den nichresten Orten Deutsch-lands bedient man sich zum Solfeg-giren der nämlichen Sylben undBuch-staben, womit die Töne benennet wer-den. Man singt die Tonleiter von(?. über co cfgahjT', und die Fort-schreikungen durch halbe Töne überc cis d bis e u. s. w. ohne dazuandere Sylben zu gebrauchen. DieseMethode hat den Vortheil, daß dasGedachtniß des Sinaschülers nichtnm zweyerley Benenmmgen dessel-ben Tones beschweret wirdindes-sen ist nicht zu leugnen, daß ewigeMitlauter und die vielen i in cis, diö,fts u. a. der Stimme im Singen et-was hart und unbequem fallen.Doch so arg ist es hicmil nicht, alsRousseau es vielleicht meynt, wenner sagt, daß die Methode der Deut-schen so hart und so voller Verwir-rung sey, daß man ein Deutscher seynMasse, um darnach solfeggiren zukoanen, und demobngeachtet ein Mei-ster der Kunst zu werden *). EinFranzose hat freylich keinen Begriffvon der Leichtigkeit, mir der ein Deut-scher das g oder h aussprechen, unddarauf einen vollen Ton angebenkann, noch das Vermögen, es ihmnachzumachen; und was die Unord-nung anbetrifft, die mit dieser Me-thode verknüpft seyn soll, so trifftdieser Vorwurf nur ewige wenige ei-gensinnige Sanguieistcr, die die fastdurchgängig in Deutschland festge-setzte Benennung der Töne nicht an-nehmen, sondern zwcen verschiedenenTonen oft dieselbe Benennung geben,z. B- diu für bis und es, si» für sisund gesec. wodurch der Schüler frey-

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lieh verwirrt gemacht werden muß.Bey Vernünftigen hat nach der ein-fachen Regel: bev allen durch R er-höhten Tönen den Namen c, d, e u. s. f.die Endigung ia, und bey allen durchd erniedrigten Tönen, außer bey de»,h, welches b genennet wird, denSelbstlautern ein s und den Mitlau-ten, ein es zuzusetzen, jeder Ton sei-ne ihm eigne Benennung, und kanndaher weder mit andern verwechseltwerden, noch im Solfeggiren die ge-ringste Unordnniig verursachen. S6ist wahr, daß ewige von diesen Be-nennungen, als vornehmlich eis undais zum Singen ganz und gar unbe-quem sind: aber ist es denn ein Ge-setz, daß der Sänger in allen Ton-arten solfeggiren muß? uud wenn erin F uud B dur solfeggiren und dieNoten treffen kann, wird er nicht,wenn man ihm einen Begriff von derTranspvsition der Tonarten gemachthat, jedes Eingstük aus dem Fisoder H dur, wo diese Benennungenam häufigsten vorkommen, eben soleicht treffen? Da der Sanger mitkeiner Applicatur zu thnn, sondernblos Intervalle zu treffen hat, diein allen Tonarten dieselben sind, solehre man ihn solches in den, in An-sehung der Benennung der Tone, leich-testen Tonarten; und um ihn mit denschwereren Tonarten bekannt zu ma-chen, lasse man ihn über verschiedent-lich ausgesuchte, leicht und schwerauszusprechende Worte singen, undgebe darauf Acht, daß er sie deutlichund verständlich ausspreche. Diesesist von größerer Wichtigkeit, als dieEubtilitaten über die Benennung derTöne, ob es für den Sanger beque-mer sey, uc oder üo oder c zu singen.Diejenigen, die zu sehr für leicht aus-zusprechende Sylben und wolklwgeu-dc Vocalcn sind, bedenken nicht, daßder daran gewöhnte Sänger dadurchoft untüchtig gemacht wird, in derFolge über ein etwas hartes Worteinen reinen Ton anzngebcn. Noch

schlim-