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4 (1794) [R - Z]
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faltigkeit derselben in den verschiede-nen Personen.

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(*) Von den Sitten, in Rücksicht aufdie Werke der schönen Künste, handeln,»mter niehrern: Aristoteles (In seinerDichtkunst c. 15. (>6) und die verschiede-nen liebers. und Erklärer derselben, vcr-vlichcn mit G. C. Lessingv Dramaturgie,dl. I.XXXIII. Ferner in s. Redekunst,l.ib.11. c. I.) I^orn; (S. die Er-klär. und liebers. s Dichtkunst, zu deni,;6ten u. f. Versen derselben.) Renele Bossel (im qtcn Buch s. I'rsiie ciuk'ocme Xpiguc s. Ärt. 'Heldengedicht,S. zoü.)' Ch. Bacreux (In s. Ein-leitung, Bd.». S. 99. d. llcbers. AuSg.v. >774.)' Maller (In den I'rinc.xour I» Oeökure iles Örar. im ztcnBuche, vorzüglich im ztcn Kap. dessel-ben, Vd. 2. S. z6o.) Cailhaoa(In den ersten Kap. des itcn BdS. s./.rc lle I- Lcunvllie, S. Art. CoMS-die, S. 5-z.) xvill. Cook (Indem 8tcn Kap. s. Llemencs vk llrumsr.Lricicism.) Clement (Im gtenKap. des »tcn Th. seiner Schrift, eis I»legest, mit beständiger Rücksicht aus dieWoitairschcn Stücke.) und versch. ambrrc mehr.

Sittlich.

(Schöne Künste.)

bezeichnet zwar alles, was zu denSitten gehöret, aber das Wort wirdalich besonders im Gegensatz des Lei-denschaftlichen gebraucht; so wie dieGriechen das:/-Aoe von demunterschieden haben; und in diesemSinne haben wir es an vielen Stellendieses Werks gebraucht. Demnachist das Sittliche in.Werken des Gc-schmaks das, was uns Vorstellungenvon Sitten, von Gesinnungen, Ge-mülhsart, Handlungsweise und Ma-ximen erwekct, in sofern sich dabeykeine merklich starke Leidenschaftenäußern; oder überhaupt, was uns

den Menschen in einem ruhigem Ge-müthszustand vorstellt. Es giebtalso sittliche Schilderungen, sittlicheAcnßemngen, eine sittliche Schreib-art, wie es eine pathetische giebt.

Das Sittliche rühret mit wenige^Kraft, als das Leidenschaftliche; eskann nie erschüttern, nie das Herzzerreißen, noch in heftige Bewun-drung setzen. Aber man würde sichsehr irren, wenn man daraus schlics-seu wolle, es habe überhaupt in denschönen Künsten einen geringemWerth, als das Leidenschaftliche.Nur aufMenschen von etwas gröbe-rem Stoffe, die nicht sehr empfind-sam sind, kann man nicht anders,als durch das Leidenschaftliche wür-ken z aber feinere Gemüthcr werdenauch durch das blos sittliche, zwarnicht ungestüm, aber doch unwider-stehlich angegriffen. Es geht in dersittlichen Welt, wie in der körperli-chen. Wenigdcnkcnde, unachtsameund unwissende Menschen werden nurvon außerordentlichen, sehr stark indie Sinnen fallenden Begebenheitender Natur, durch Sturm, Donner,Erdbeben, Feuersbrünsie und der-gleichen zu ciuigerAnftncrksamkeit undEmpfindung gereizt; weniger in dieAugen fallende Dinge, als die bc-wundrungswürdige Ordnung, nachwelcher alles, was zur Erhaltungtmd Fortpflanzung der Geschöpfe«thig ist, unvermerkt bcwürkt wird,rühren sie nicht; abcrDenker, feine-re und empfindsamere Menschen, fin-den in diesen stilleren Begebenheiteneinen weit reichern Stoff zum Ver-gnügen und zur stillen Bewundrung,als in jenen rauschenden. So ist esauch in dem Reiche des Gcschmaks.Eine Comödie, eine Erzählung, oberirgend ein andres Werk dcr-Kunst,darin blos feinere sittliche Gegen-stände geschildert woxdcn, wie belu-stigend oder rührend, wie edel oderwie groß sie auch an sich seycn, oderwie vortrefflich der Künstler ste behan-