Druckschrift 
4 (1794) [R - Z]
Entstehung
Seite
383
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S i n

Sin Z8z

ter Gebrauchs der Stimme; vom gutenVortr. in Ansehung der Verbindung desTextes mit den Noten; vom guten Vortr.in Ansehung der Manieren; vom gute»Vortr. in Ansehung der Passagien; vomguten Vortr. in Ansehung der vcrsch. Gat-tungen von Tonstücken; von den Kaden-zen ; von der willkührlichcn Veränderungder Arie, 4) Kurze und erleichterte An-weist zum Singen für Schulen in Städ-ten und Dörfern, keipz 179-. 4) —G. Jos. Voglen (Slimmbildungskunst,Mannh. 1776. g.) — Georg Lrd.U?olf (Unterricht in der Singekunst,Halle >784. 8. Der Jnnhalt findet sichin den Beute, zur stitterat, der Musik,S. 90 ) — Christoph Friede, UVlh.Nopicscb (Versuch eines Glenientaebu-ches der Singkunst . . . Nvrdlingen i784>q,) — Joh. Gott!. Porrmnnn (Kur-zer musikal. Unterricht.. . mit -8 plat-ten Veospielen, Oarmst. 178;. 4.) —'I. I. tevnloer (Anlcit. zur Singkunst. . . Zür. <788- 4.) -- Singschule vonverschiedenen Compvnisten, Wien i?89-— — G. übrigens die Art. Choral,LNnsih ( praktische, S. 458.) Solmi-sarion, u. d. m.

S i l'. g e n d.

(Musik.)

Es ist für den Tvnsetzer eine Haupt-regel, sowol in der Aocal-als In-strumentalmusik cantabcl, das ist,singend zusetzen. DieseRcgel schließtsowol die einzeln Fortschrcitungen je-der Skimnie, als überhaupt die Me-lodie eines ganzen Stüks ein, die, jecantablcr sie ist, je mehr dem leiden-schaftlichen Gesang der Mcnschen-stimme nahe kommt. Will der Ton-setzer hierin glüklich seyn, so muß ervor allen Dingen selbst singen kön-nen. Hasse und Graun haben darumso singend setzen können, weil sie selbstgroße Sänger waren. Hat die Na-tur ihm eine reine Stimme versagt,so muß er wenigstens alles, was ihmvorkommt, in Gedanken singen kön-

nen, daneben keine Gelegenheit ausder Acht lassen, gute Sänger zu hö-ren, und auf ihren Vortrag zu mer-ken; er muß die Ausarbeitungen sol-cher Meister, die das Singende inihrer Gewalt haben, vorzüglich burch-stndircn, und sich in bloßen Melodienohne alle Begleitung üben, bis eranfangt, singend zu denken und znschreiben. Ohne dieses wird er har-nionisch richtig, aber niemals singendzu setzen im Stande seyn. Das Sin-gende ist die Grundlage, wodurch dieMelodie zu einer Sprache, und allenMenschen faßlich wird. Fehlt einemTonstuk diese Eigenschaft, so werdenwir es bald müde, weil ihm das We-sentlichste fehlt, wodurch es unsereAufmerksamkeit fesseln sollte.

Man pflegt über Etüke, die et-was Ariciiniäßiges und eine mäßigeBewegung haben, noch Cantabilszusetzen, um anzudeuten, daß mansie besonders singend vortragen soll.Ein solcher Vortrag geschieht in ei-ner mäßigen Srarke; die Notenwerden mehr geschlissen, als abge-stoßen, und man cnchalt sich allersolcher Manieren und Arten des Vor-trages, die der Singsiimme nichtangemessen sind.

Singsiimme.

(Musik.)

E)o benennt man in der Vocalmusik

diejenige, oder diejenigen Stimmen *),die gesungen werden. Durch dieSingstimme wird die Jnstrnmental-von der Vocalmusik unterschieden.

Die menschliche Stimme hat vorallen Instrumenten in Ansehung ihreswahryaftig leidenschaftlichen Tones,der so mannichsaltig ist, aise's man-»ichfaltigc Leidenschaften gicbt; undvornehmlich wegen der Bequemlich-keit, mit dem Gesang zugleich Worte

zu

H S. Stimme.