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4 (1794) [R - Z]
Entstehung
Seite
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Ser

Seinige ist, durch eine Serenade anden Tag zu lege», ist schon etwasverdächtiges, oder würklich unrich.tiges.

Man giebt auch bisweilen denNamen der Serenaden der Musik,wenn sie auch blos instrumentalwäre, die mau etwa gewissen Per.sonen zu Ehren, oder als einen Glük-wuusch, bey angehender Nacht vorihren Häusern aufführet, und dieman insgemein im Deutschen Ständ-chen nennet.

Eine solche Musik ist um so vielangenehmer, da die Stille der Nachtihren Eindruk natürlicher Weise ver-mehret.

Der Tonsetzer, der eine gute Sere-nade machen will, sie fey über einenText, oder blos für Instrumente,hat sich vorzüglich eines einfachen,sehr fließenden Gesanges zu befleißt,gen, inehr consonirend als dissoni-rend zu setzen, und vornehmlich sol-che Instrumente zur Begleitung zuwählen, die in freyer Luft die besteWürkung thun.

S e r e n a t a.

(Musik.)

So nennet man in Italien eine be-sondere Art der Musik, worüber mirfolgende Beschreibung von einemFreunde mitgecheilt.worden.

Die Sereuaca ist eine dramatischvom Poeten abgehandelte Geschichte,oder andere Materie, welche, in Mu-sik gesetzt, aufgeführt wird. Dieskann auf dem Theater oder im Zim-mer geschehen. Ihr Hauptunter-scchcd von der Oper ist: daß sienicht mit Action, und nicht mit thea-tralischen Kleidungen, auch nicht mitabwechselnden Decorationen, zuwei-len nicht einmal mir eigentlichen De-korationen, ausgeführet wird; und2) baß sie nicht so ausführlich undlang ist, als eine Oper, sondern ge-meiniglich nur aus zwo Abtheilungen

Vierter Theil,

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besteht. Den Namen hat sie von derZeit, wenn sie gemeiniglich ausgefüh-ret wird. Ist die Materie aus derBibel, oder sonst aus der geistlichenGeschichte: so heißt sie Oratorium.Wenn, wie bisweilen doch geschieht,auf dem Theater eigentliche Acrion,theatralische Kleider, und veränderteDecorationen vorkommen: so ist ihreBenennung schon uneigentlich, undartet in die Ppcrerre aus. Ordent-licher Weife, besonders in Italien,sitzen die Sänger in einem halben Zir-kel auf Stühlen auf dem Theater,und der eine, oder die inehreru, wel-che zn singsn haben, stehen auf, solange als sie singen

In den Werken des Metastasio fin-det man von allen Arten derselben,eigentlichen sowolals uneigentlichen,gute Beyspielc.

Sexte.

(Musik.)

Ast der sechste Ton der Tonleiter,oder cinJntervaU von fünf diatoni-schen Stufen. Sie ist nach Beschaf-fenheit des Grundtones und dcr Ton-art klein, groß und übermäßig. Inder harten Tonart ist sie auf derOber - und Untermediante der Toni-ca, und in der weichen auf dcr To-nika und Dominante klein, auf denübrigen Stufen groß. Die übermäs-sige kommt nicht in dcr Tonleiter vorssondern entsteht, wenn die großeSexte noch durch ein Versetzungszei-chen uni einen halben Ton erhöhetwird; diese wird in dcr Umkehrungzur verminderten Terz * und kanndaher nicht wol für eine Consonanjgehalten werden: die kleine und großehingegen, wovon die erste aus dcrÜmkchrnng der großen, und diezwcyke dcr kleinen Terz entsteht, sindihrem Ursprünge nach Consonanzen,und gegen ihren Grundton allezeit

evnso-

*) S. Terz.

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