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Rameau giebt jedem Accord, dereine Septime in sich enthält, denSeptimenaccord zum Grunde. Da-durch entstehen Ungereimtheiten, die
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auch-ein Schüler dafür erkennenmuß. Man sehe z. B. folgendes Cx-cmpel mit dem Rameauschcn Grund«baß ').
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Die Quarte bey der zweyten Notemacht gegen die Q-uinte eine Secunde,oder umgekehrte Septime; aber Nie-mand, als Rameau und die, die ihmblindlings folgen, wird sich einfallenlassen, hier denSeptimcnaccord von^ zum Grunde zu legen, da von die-sem Grundton sich in der Harmonieeine verdoppelte Quarte befindet, wo-von weder die eine noch die andereaufgeloset wird. Mit der Rone desfolgenden Taktes hat es dieselbe Be-wandniß; die Quinte, die wesentlichzu dem Grundaccord gehöret, kann zudem Accord gar nicht angeschlagenwerden. Wer fühlt nicht, daß so-wol die Quarte als Rone hier bloszufallige Vorhalte vor der Terz undOctave seyen, worin sie alsbaldaufgeloset werden, und daß dicGrund-Harmonien des Exempels folgendesimple Dreyklange seyn?
Serenade.
(Poesie; Musik.)
Ein Lied von einer besonder» Art,das bestimmt ist, einer Person zuEhren unter ihremZenster abgesnngeu
zu werden. Sic ist also von verlieb-tem oder wenigstens galantemJnhalt.Die Griechen haben sie vermuthlicheingeführt; und die Ausleger des Ho->raz merken an, daß in der Ode audie Lydia *') die Worte:
Pullis minus ec minus jzm,Hte rno
auf eine solche Serenade sich beziehen,und daß die zwey letzten Verse ver-muthlich aus einer damals bekann-ten Serenade genommen sind. DieGriechen Nannten sie sehr artigwelches so vielbedeutet, als ein klagliches Lied vorder Thüre gesungen.
In Spanien und Italien ist dieseGalanterie gebrauchlicher, als beyuns. Die Mode der Serenadenmacht einer Nation eben keine 'Un-ehre; wenigstens scheinet sie ein Be-weis einer einfachen, natürlichen undunschuldigen Lebensart. In den Sit-ten , nach welchen ein JünglingScheue tragen muß, seine Liebe, oderauch blos unschuldige Galanterie ge-gen ein Madchen, die noch nicht die
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") V. Qensrsrion lnulvoniaue. Lx. XXX.l.. I. oa. -5.