Druckschrift 
Aus den Memoiren des Herrn von Schnabelewopsky
Entstehung
Seite
39
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Vonved, der in die Well ausreitet und sich so tätige darin her umschlägt, bis manseine Fragen beantwortet, und der endlich, wenn alle seine Rätsel gelöst sind,gar verdrießlich nach Hause reitet. Die Harfe klingt von Anfang bis zu Ende.Was sang er im Anfang? was sang er am Ende? Ich hob' oft drüber nachgedacht.Claas Hinrichsons Stimme war manchmal tränenweich, wenn er das Lied an-fing, und wurde allmählich rauh und grollend wie das Meer, wenn ein Sturmheranzieht. Es beginnt:

Herr Vonved sitzt im Kämmerlein,

Er schlägt die Goldharf an so rein,

Er schlägt die Goldharf unterm Kleid,

Da kommt seine Mutter gegangen herein.

Schau dich um, Herr Vonved!

Das war seine Mutter Adelin, die Königin, die spricht zu ihm: mein jungerSohn, laß andere die Harfe spielen, gürt um das Schwert, besteige dein Roß,reit aus, versuche deinen Mut, kämpfe und ringe, schau dich um in der Welt,schau dich um, Herr Vonved. Und

Herr Vonved bindet sein Schwert an die Seite,

Ihn lüstet, mit Kämpfern zu streiten;

So wunderlich ist seine Fahrt:

Gar keinen Mann er drauf gewahrt.

Schau dich um, Herr Vonved!

Sein Helm war blinkend,

Sein Sporn war klingend,

Sein Roß war springend,

Selbst war der Herr so schwingend.

Schau dich um, Herr Vonved!

Ritt einen Tag, ritt drei darnach,

Doch nimmer eine Stadt er sah;

Eia, sagte der junge Mann,

Ist keine Stadt in diesem Land?

Schau dich um, Herr Vonved!