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Das Geschlecht von Bismarck
Entstehung
Seite
367
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5. Der Güterbesitz des Geschlechts A67

am 1. Oktober 1807 der Diözese Rathenow und seit 26. Juni 1809der Ephorie Sandau zugewiesen. Im Sommer 1813 fand in derKirche zu Schönhausen die feierliche Einsegnung der in das LützowscheFreikorps eingetretenen Freiwilligen statt. Unter dem Geläute derGlocken schwuren diese auf die Schwerter der Offiziere den.vor-geschriebenen Eid, nicht eher zu ruhen und zu rasten, als bis derletzte Franzmann über den Rheinstrom gejagt worden sei. Zur Feierdes Friedensfestes am 28. Januar 1816 schenkte die Gutsherrin, dieMutter des Fürsten, eine gestickte weiße Fahne, welche über dem herr-schaftlichen Chore, gegenüber der Kanzel, befestigt wurde.

1856 ließen die beiden Schloßherren die Kirche einer gründlichenErneuerung unterwerfen. Unter der Sandsteinplatte iin Altäre wurdeeine Urkunde mit Mitteilungen über die 1712 aufgefundene Pergament-urkunde und mit allerlei sonstigen Nachrichten niedergelegt; in ihrheißt es: „Der jetzige Besitzer des Stammgutes, Herr GeheimerLegationsrat und königlich preußischer Bundestagsgesandter Ottov. Bis m a r ck in Frankfurt a. M., ließ die Familiendenkmäler wiederHerstellen, und der Besitzer des großen Rittergutes, Herr Deichhaupt-mann Gärtner, ließ zur Unterstützung des geborstenen Turmes dasFamiliengewölbe der früheren Besitzer v. Bismnrck an der Südseite5 Fuß dick zumauern, so daß erst dann, wenn dermaleinst der Turmabgetragen wird, die sehr wertvollen Särge wieder an das Tageslichtkommen können."

Einen besonderen Schmuck hat der Garten durch vier französischeGeschütze erhalten, welche Kaiser Wilhem seinem Kanzler aus derfranzösischen Kriegsbeute geschenkt hat. Zwei von ihnen stammen ausder Zeit Ludwigs XIV. und Ludwigs XV., die beiden andern tragendie Embleme Napoleons.

Als am 31. Juli 1898 die Trauerkunde von dem Tode deskaiserlichen Paladins die Welt durcheilte und allüberall, soweit diedeutsche Zunge klingt, sich wie ein Reif auf die warm für ihnschlagenden Herzen seiner Verehrer senkte, da wurden auch die Be-wohner Schönhausens auf das tiefste und schmerzlichste von derunheilkündenden Botschaft bewegt. Blieb ihnen doch selbst der Trostversagt, den trügerisch ihnen die Hoffnung eingab, daß der große, so