Vorwort.
Jahre 1896 richtete Graf Herbert Bismarck die Anfragean mich, ob ich nicht Neigung habe, in derselben Art wieich das alte Königsschloß Burgscheidungen an der Unstrut für diegräfliche Familie v. d. Schulenburg bearbeitet, so auch, von seinemVater und von ihm unterstützt, die Geschichte von Schönhausen undder auf Schönhausen gesessenen Linie seines Geschlechtes zusammen-zustellen. Als Geleitsbrief für „Schönhausen und die Familiev. Bismarck, Berlin 1897 bei Mittler" legte ich ein autographiertesSchreiben des Reichskanzlers bei, in welchem er mir seine Freudeüber meine Bereitwilligkeit, auf seine Wünsche einzugehen, ausspricht,und konnte in der Einleitung betonen, daß in dem Buche nicht eineRedewendung anzutreffen sei, welche der Fürst nicht gebilligt, unddaß^er manches gestrichen, dafür aber seitenlange Zusätze gelieferthabe. Da das mit Bildern der fürstlichen Familie reich geschmückteWerk auch in der außerdeutschen und außereuropäischen Presse einedurchaus günstige Kritik erfuhr, so wurde dasselbe vergriffen undnach dem Tode des Fürsten nochmals neu aufgelegt.
Unter solchen Verhältnissen ist die Aufmerksamkeit des HerrnJohannes Penzler auf mich gelenkt worden, daß er mit dem Auftragan mich herantrat, für sein groß veranlagtes Werk über den FürstenBismarck die Abfassung der Geschichte des Geschlechts zu über-nehmen. Der Schwierigkeit der Aufgabe bin ich mir sehr wohlbewußt: In den Familiengeschichten der Schulenburg, Hohenthal,Klitzing, Wuthenau, v. d/ Borne usw. habe ich den mühsam zu-sammengetragenen Stoff, welcher jedem Unbeteiligten langweiliberscheinen muß, den Angehörigen derSippe dargeboten, um