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Das Geschlecht von Bismarck
Entstehung
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1. Kapitel

Der Ursprung des Geschlechts

Auf die Autorität Riedel's hin, welcher das altmärkische GeschlechtBismarck in den Märkischen Forschungen nach dem urkundlichen Materialbehandelt und darauf aufmerksam macht, dass die ältesten Träger desNamens als Bürger der Stadt Stendal nicht wie die rittermäßigenMannen als streunst sondern als ckisereti viri, als Ratmannen imMagistrate, sowie als Mitglieder und als Vorsitzende einer städtischenGilde bezeichnet werden, hat man angenommen, daß die Familie, zu-nächst bürgerlichen Ursprungs, erst mit der Verleihung von SchloßBurgstall in die höhere Rangstufe der Edelleute ausgenommen wordensei. Auch Götze hat früher in seiner Geschichte der Stadt Stendal inden ersten Lieferungen sich auf diesen Standpunkt gestellt. Indes durchseine Versetzung nach den Rheinlanden und durch seine Beschäftigungmit den rheinischen Urkunden ist er zu der Überzeugung gekommen,daß das, was im Rheinlande an der Tagesordnung war, nämlich dieZugehörigkeit von ritterbürtigen Mannen des niederen Adels zu derBürgerschaft der Städte und ihre Teilnahme am Stadtregimente, nichtzur Unmöglichkeit in der Mark gehört haben könne, daß alsoNikolaus I. — abgekürzt Klaus — (Nr. 9) durch die Belehnung mitSchloß Burgstall nur seinem ursprünglichen Stande, dem Militärstand,zurückgegeben und nur dadurch, daß er nunmehr zu dem schloßgesessenenAdel zählte, zu einer höheren Rangstufe gelangte.

Die neueren Forschungen begünstigen durchaus diese Auffassung.

Die Auflehnung der Zünfte gegen die Geschlechter, welche in denrheinischen Städten das Stadtregiment ausschließlich innehatten, im14. und 15. Jahrhundert, ist sehr Wohl dein Kampfe der sogenannten

Geschichte des Fürsten Bismarck in Einzeldarstellungen r. 1