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Di-. Gst. Schmidt, Das Geschlecht vo» Bismarck
1053—1071 nennt ein Burgstallum. Die Abtei besaß daselbst30 Morgen, von denen ein gewisser Voigo 10 Scheffel Roggen, 10 ScheffelHafer und 20 eminus Honig Abgaben leistete. Im 12. Jahrhundertbefand sich der Ort im Besitz des Bistums Havelberg, denn 1150 erhieltdasselbe vom König Konrad seine Güter, darunter einen Hof in Burcstalmit dem ganzen Dorfe und dem Zehnten — alles vom Gr. Ottoherrührend — bestätigt. Nach einer Urkunde von 1151 hatte ein Gr. Ottomit seinem Vater Albrecht dem Bären den Zehnt in Wittenmoor undBurgstall geschenkt. Vielleicht waltet hier eine Verwechslung mitBörstel ob.
1323 erscheint Burgstall als Burg oder Schloß. Die Witwe desMarkgrafen Waldemar, gest. 1319, heiratete den Herzog Otto vonBraunschweig und brachte ihm die Altmark als Heiratsgut zu. 29. Mai1322 schließt Herzog Otto mit seinen Vettern, den Herzögen Otto,Magnus und Ernst, ein Bündnis unter anderen auch darüber, daß denHerzögen von Braunschweig und Lüneburg, Gartow, Lüchow, Neubrückund die Propstei St. Blasii zu Brannschweig, ihren Vettern dagegendie cmstrn Beetzendorf, Gardelegen und Borchstal mit Zubehör gehörensollten. 1320 hatte Herzog Otto nämlich von dem Knappen Hoherv. Woldenberch den Hof zu Borchstale, den dieser vom Markgrafen zuLehen trug, mit allen dazugehörigen Dörfern usw. für 300 MarkSilbers erkauft. Aber schon 1341 nahm der Markgraf Ludwig diev. Lüderitz unter der Bedingung der Öffnung ihres Schlosses Borkstalin seinen Schutz und am 15. Juni 1345 verlieh er das Schloß mitallem Zubehör erblich dem Nikolaus (Nr. 9) mit seinen Brüdern.Ohne Zweifel hatten diese die Kosten für die Abfindung derfrühem Pfandinhaber zu übernehmen. Das Schloß soll demMarkgrafen und seinen Beamten stets offen sein und ohne seinWissen an niemanden veräußert werden. Sollten die v. Bismarckes auf irgendeine Art verlieren, so fällt es nach Schätzung desWertes an den Markgrafen zurück. Ein hoher Turm schützte dieüber einen breiten Wallgraben führende Brücke, welche den Eingang zurVorburg bildete. Innerhalb dieser war die eigentliche, nochmals voneinem tiefen Graben eingeschlossene Burgfeste. Die Räumlichkeitenmüssen weit ausgedehnt gewesen sein. 1370 weilten die beiden Fürsten