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Das Geschlecht von Bismarck
Entstehung
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200 t>r. G> 1 . Schmidt, Das Geschlecht vmi Bismarck

Kuno Heinrich 0. Angern veräußerte sein Gut 1612 an Ludolf v. Alvens-leben für 13 000 Tlr., aber die Agnaten stimmten nicht zu, so daß es1621 für 12 025 Tlr. an Otto v. Rönne überging. Es kam 1695 andie Stadt Magdeburg und später an die Erbpächter. Aber noch einanderes Gut befand sich in den Händen der v. Angern, denn 1768verpachtete die Rittmeisterin v. Bismarck (Nr. 216) mit ihrerSchwester, der Majorin v. Buddenbrock, geb. Angern, ihr Allodialgutmit allem Zubehör für jährlich 800 Tlr. an 15 dortige Bauern.Zum Gute, welches sich noch 1798 im Besitz der zwei Schwesternbefand, gehörten 330 Morgen ritterfreier Acker, 39 Morgen Wieseund 22 Morgen Holz. — Auch die Familie v. Kastell besaß 1467 einGut daselbst. Nach deren Aussterben überließ es Fürst Ludwig vonAnhalt als Statthalter 1634 wohl nur pachtweise an den Amtmann zuJerichow und Sandau Paul Henkel. 1646 verkaufte das Domkapiteldas wüste Gut an die v. Bennigsen, in deren Besitz 1665 auch dieGüter der v. Borstell zu Barleben übergingen. Als Besitzer vonGütern werden sonst auch genannt die v. Gittelde, v. Randow, v. Kracht.Die Güter gingen zuletzt in die Hände der Gemeinde über.

Beindorf (Sandbeindorf).

Kirchdorf mit 260 Einwohnern im Kreise Wolmirstedt. — 28. August1489 belehnte der Erzbischof die Gebrüder Günther, Ludolf,Georg und Pantaleon (Nr. 38—41) nach dem Tode ihresVaters mit allerlei Gütern, darunter Beyendorf mit aller Zubehörung.Sandbeindorf befand sich schon früher im Besitz der Familie, denn 1416heißt es, der v. Reinstein habe die v. Bis m a r ck überfallen und ihnenzwei Dörfer, nämlich Beiendorf und Nehdorf, abgebrannt und ausge-plündert. Als 6. Dezember 1562 die v. Bismarck Burgstall anden Markgrafen Johann Georg abtraten, wird Beiendorf zu den ab-getretenen Gütern gerechnet. Der Erzbischof als Landesherr gab dazuseine Zustimmung. Da die v. Bismarck auch nach der Abtretungfür den Markgrafen und dessen Nachfolger die Lehen zu suchen hatten,wurden sie 23. Januar 1650, 21. Januar 1657 und 9. Mai 1684vom Erzbischof mit Beiendorf belehnt.