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Das Geschlecht von Bismarck
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1>r. Gq. Schmidt, Das Geschlecht van Bismanl

des Könige Hauptquartier. Eurer Mutter aber nichts vorher." BeimTodesritt von Mars la Tom wurde sein Pferd von einer Kugel ge-troffen. Der Vater berichtete über die dabei bewiesene Kaltblütigkeitdes Sohnes. „Er schos; eine Lerche, rappelte sich nach einigen Augen-blicken wieder auf und führte seinen Braunen im Kugelregen zurück,da er nicht aufsteigen konnte. Er fand dann einen verwundetenDragoner, setzte ihn auf feinen Gaul und gelangte, indem er sich gegendas Feuer von der einen Seite deckte, zu seinen Leuten zurück." Gernerzählte er, wie es auch Fürst Herbert in seinem Kriegstagebuche getanhat, von dem Staunen der Franzosen, als auf der Ferme Mariavilleder eiserne Kanzler seinen geliebten Jungen als schmutzigen, gemeinenDragoner umarmte und küßte. Die Dragoneruniform mit dem EisernenKreuze trug er bis zu seinem Tode gern, auch als Ober-Präsident zum Ausdruck bringend, daß ein deutscher Mann in ersterLinie Soldat ist. Das Referendarexamen absolvierte er 1873, nach-dem er auch in Berlin studiert hatte, und war bei den Gerichten inWiesbaden, Schlawe und Berlin beschäftigt. Nach 1878 abgelegterStaatsprüfung war er zunächst kommissarisch beim Statthalter vonElsaß-Lothringen, dann beim Reichskanzler verwendet. Er begleiteteihn in dienstlicher Eigenschaft bei seinen Reisen, so auch 1879 ge-legentlich des Bündnisabschlusses nach Wien und 1884 zur Dreikaiser-zusammenkunft nach Skierniewice. Während je einer Wahlperiodegehörte er, 26 Jahre alt, dem Reichstage als Vertreter für Mühlhausen-Langensalza und dem Abgeordnetenhause als Vertreter für Schlawe-Rummelsburg an. In seinen Parlamentsreden behandelt er in scharfergedankenreicher Weise die wirtschaftlichen Fragen der Wuchergesetzgebung,der Handwerkerinnungen, der Wechselfähigkeitsbeschränkung von demGesichtspunkt des salus publicm aus. Als Landrat zu Hanau seit1885 genoß er eine an Begeisterung grenzende Verehrung in seineinKreise. Dies Amt, bei welchem der Aktenstaub und die Büchergelehr-samkeit weit hinter den raschen Blick für das Praktische Leben zurück-tritt, war für seine Natur wie geschaffen. Auch in dem vielgestaltigenund vorwiegend bureaukratischen Amte des Regierungspräsidenten zuHaunover seit 1889 bewährte er sein Verwaltungsgeschick. 1895 wurde erOberpräsideut in Königsberg. Die anfänglichen sich bietenden Schwierig-