4. Die Genealogie des Geschlechts
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schriftliche Anordnung) erlassen oder zu erlassen gebieten anders alsmit seinem Rat und Wissen. — Wir sollen ihn auch erheben lassen alleUnsere Einkünfte zu Unserer Hand und zu Unserm Nutzen." Da erden Markgrafen auch auf seinen Reisen, wo das Hoflager vielfachwechselte, zu begleiten hatte, findet sich sein Name in einer sehr großenZahl markgräflicher, an den verschiedensten Orten ausgestellter Urkundenverzeichnet. Aus der Zeit seiner Verwaltung stammt der erste Versuch,das regelmäßige landesherrliche Einkommen etatsmäßig festzustellen.
In den unruhigen Zeiten unter dem Markgrafen Otto und demErzbischof Albrecht begab er sich mit seinen zwei Söhnen Rule undKlaus 8. April 1369 mit den Schlössern Burgstall und Altenplathowin den Dienst des Herzogs Magnus von Braunschweig und Lüneburg,der sie unter seine Diener nnd sein Hofgesinde aufnahm und siegegen jeden, ausgenommen ihren Herrn den Markgrafen, und wegendes Schlosses Altenplathow den Erzbischof zu verteidigen, sein Bannermit seinen Hauptleuten auf ihre Schlösser zu legen und diese mitProviant zu versehen gelobte. Am 22. August 1370 wurde zu Burgstallein Bündnis wider die Räubereien, welche mit dem Fehdewesen ver-bunden waren, zwischen dem Markgrafen und dem Erzbischof abge-schlossen. Dem ersteren wurden auch die erzstiftischen Lehen, welcheer laut früherer Verträge empfangen sollte, förmlich verliehen. Auf Ratund mit der Hilfe seines Hofmeisters gelang es dem Markgrafen auch,früher verpfändete Gerechtsame und Ländereien durch Einlösung oder auchdurch kriegerische Gewalt, z. B. gegen Mecklenburg, wieder zu gewinnen.Die Mittel zum Kriege beschaffte Klaus, welcher in selbstloserpatriotischer Aufopferung sein Vermögen zur Verfügung stellte.Am 27. April 1373 wird er bei einer Regierungshandlung des Markgrafenin Tangermünde zum letztenmal als gegenwärtig genannt. Als mitdem Fürstenwalder Vertrage, 15. August 1373, die kaiserliche Politikden Sieg errang, endete mit der Herrschaft der Bayern in der Markauch die Amtsführung des Klaus. Gewiß suchte der Kaiser denausgezeichneten Verwaltungsbeamten für sich zu gewinnen. AberKlaus widerstand charakterfest allen Anerbietungen und wählte sogarwegen der Nähe von Tangermünde, wo der Kaiser Hof hielt, nichtBurgstall, sondern Stendal zu seinem Wohnsitz. Hier stiftete er am