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Die Constitution des Erdkörpers und die Bildung seiner Rinde
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welche der europäische Contincnt in dieser Periode erlitten, hatElie de Beaumont eine vortreffliche, auf selbstständige Unter-suchungen gegründete, Arbeit geliefert, welche für die Geschichte derErdbildung von großer Wichtigkeit zu werden verspricht, hier aber,des beschränkten Raumes wegen, nicht weiter zur Erörterung ge-bracht werden kann. Eben so wenig ist es mir gestattet, in einegenauere Darstellung dessen einzugehen, was ein Cuvier über diehöhern Thiergcschlechtcr, ein Brongniart über die Pflanzenwelt,und mehrere andere Geologen über die nieder» Thiergcschlechtcrdieser Periode erforscht haben. Ich muß mich hier auf die folgendenAndeutungen beschränken. Die Pflanzen der dritten Periode unddes Anfangs der vierten Periode gehören vorzugsweise den Ge-schlechtern der Palmen, der baumartigen Schilfe, Farrcnkräuter undandern Sumpfgewächsen an. Es waren damals über MO Artenvon Farrenkräutern vorhanden, während derselben jetzt nur noch30 Arten da sind. Diese in ungeheurer Ucppigkeit austretendePflanzenwelt scheint die besondere Bestimmung gehabt zu haben,den Kohlenstoff-Gehalt der Atmosphäre niederzuschlagen. Währenddie Atmosphäre also auf der einen Seite durch Abkühlung ihrenWasserdampf, und auf der andern Seite durch die colossalc Vege-tation der Urzeit ihren Kohlenstoff verlor, wurde sie vor uud nachfür das Einathmen und die Unterhaltung des Lebens-Processes derhöhcrn Thierklasscn geeignet. An die Niedern Thiergcschlechtcr derMeere schlössen sich in der vierten Periode die höheren Geschlechterder Eier legenden Vierfüßer, die Schildkröten, Crocodille, Ei-dechsen an. Von einigen wenigen lebendig gebärenden Vierfü-ßern kommen in der vierten Periode nur sehr seltene Spuren vor.Eben so fehlten in dieser Periode alle mchlhaltigen Pflanzen, durchwelche allein die höhere Thicrwelt ihr sicheres Bestehen findet.Gegen das Ende dieser Periode wurden wegen der Dicke der er-starrten Erdrinde die localcn Hebungen des Bodens immer seltener;darum haben die neuern Straten-Bildungen über der Kreide ihrehorizontale Lage fast unverändert beibehalten. Die Temperaturder Lust und der Erde hing freilich damals noch mehr von derErd- als von der Sonnenwärme ab, so daß die Unterschiede derClimata erst in der folgenden Periode merklicher hervortreten konnten.Aber die Wärme hatte sich doch schon so sehr vermindert, daß demverwüstenden Spiele der Naturkräste immer mehr Einhalt geschah.Und so wie die Kräfte der unbelebten Natur immer mehr ins Gleich-gewicht traten, und darum ihr Einfluß auf die Gestaltung derErdoberfläche vor und nach vermindert wurde, thaten sich die Lebens-kräfte der organischen Welt in einer größern Manchfaltigkeit hervor,und bereiteten die Erde zum Empfange ihres Herrn und Gebieters,des Menschen, vor.

Bevor der Mensch aber auftrat, mußte noch vorab die fünftePeriode der Erdbildung vollendet werden. In dieser Periode bildeten

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