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übrigens das Vorhandensein der Bedingungen des Bestehens vonThier- und Pflanzen-Geschlechtern die Bedingungen der sclbstthäti-gen Erzeugung dieser Geschlechter nicht voraussetzt, lehrt die täglicheErfahrung, Wenn die neuere Naturkunde es nachgewiesen hat,daß in der vollendetsten Pflanze alle Bildungen des ganzen Pflan-zenreichs begriffen seien, und der menschliche Körper als Prototypaller Thierbildungen angesehen werden dürfe; so scheint mir bloßdaraus zu folgen, daß im Pflanzenreich auf der einen, und imThierrciche auf der andern Seite nur eine große Idee der Bildungsich ausspricht; nicht aber, daß sich selbstthätig aus den niedrigstenOrganismen vor und nach die höhern entwickelt haben.
In die Periode der Grauwackenbildung fallt die erste Ablagerungvon Kohlen. Der in der Atmosphäre enthaltene Kohlenstoff warin Verbindung mit Sauerstoff als Kohlensäure vorhanden. DieNiederschlagung desselben kann nicht anders als durch Vegetationgeschehen. Alle Kohlcnflötzc tragen die unverkennbaren Spuren ansich, daß sie aus der Zusammcnlagerung von abgestorbenen Pflan-zen entstanden sind. In der weichen Kohlenmassc selbst sind durchden ungeheuren Druck, den sie durch die obern Gebirgsmassen zutragen hatten, alle mit bloßem Auge sichtbare Spuren von Pflan-zenformcn vertilgt. Aber in dem hartem Schjcferthon, der mit denKohlcnflötzen wechsellagert, sind die deutlichsten Abdrücke von denältesten Geschlechtern der Pflanzenwelt uns erhalten geblieben, unddas bewaffnete Auge erkennt auch in der Kohlenmasse selbst dieSpuren von Pflanzen-Organismen.
Wir gelangen jetzt zur vierten Periode der Erdbildung. Wäh-rend der Dauer der dritten Periode mußte die Dicke der Erdrindedurch Abkühlung so weit zugenommen haben, daß mit Ablaufderselben die unterirdischen Kräfte nicht ferner mehr diese allgemeinenZertrümmerungen und Umstürze zu bewirken vermochten, wovondie Gebirge der drei ersten Perioden so deutliche Beweise liefern.Das Ur- und Grauwackengebirge ist voller Spalten, die inhorizontaler Richtung oft meilenweit fortgehen, und deren Erstreckun-gcn in die Tiefe man noch nie begrenzt gefunden hat. Die Gang-räume, die eine Mächtigkeit von wenigen Zollen bis zu vielen Lach-tern haben, sind fast ohne Ausnahme mit ursprünglich geschmolzenenMassen von unten auf angefüllt worden, und sie sind die Haupt-Lagerstätte der Metalle und Erze. Diese Gänge werden im ältcrnFlötzgcbirge schon sehr selten, und verschwinden im jüngcrn Gebirgefast "gänzlich. Das ältere Flötzgcbirge ist allerdings noch an einigenwenigen Stellen vom Granitc und von Steinmasscn, die ihm ver-wandt sind, durchbrochen worden. Im eigentlichen Kohlcngcbirgcfinden noch häusig sogenannte Verwerfungen statt, wo die Flötzedurch mehr oder weniger senkrecht auf ihren Schichtungen stehendenSpalten zertrennt, und die getrennten Theile gegen einander ver-schoben sind. Auch diese Verwerfungen verlieren sich um so mehr,