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erfahren wollen, muß aus den sorgsam gesammelten Resten, welchein den Gebirgsschichten eingeschlossen zurück geblieben sind, gefolgertwerden. Wollen wir aus diesen Uebcrresten die untergegangeneWelt richtig beurtheilen: so ist wohl zu beachten, daß von vielengallertartigen Thiercn uns keine Spur übrig bleiben konnte; daßvon Pflanzen vorzugsweise die Sumpf- und Wasserpflanzen, diedem Orte der Stcinbildung nahe standen, uns Zeichen ihresDaseins zurücklassen konnten. Es würde also irrig sein, wenn wirdie Thier- und Pflanzenwelt der Vorzeit nicht für reichhaltigerannehmen wollten, als sie uns in den bisher aufgefundenen Ver-steinerungen erscheint. Es soll aber keinesweges hiermit behauptetwerden, als ob die bisher in allen Theilcn der Welt mit unermü-detem Fleiße gesammelten Ueberrcstc der Organismen der Vorzeiteinen Schluß auf den allgemeinen Character der Pflanzen- undThierwclt in verschiedenen Perioden nicht zulasse; wir müssen unsnur bewußt bleiben, daß jeder negative Beweis durch später aufge-fundene Thatsachen umgestoßen werden kann, und daß die durchbloße Wabrschclnlichkcitsgründe verbürgten Theoreme nur mit großerBehutsamkeit in dem Systeme unserer Kenntnisse aufgenommenwerden dürfen.
Die Felsen der Grauwackengruppe bestehen meistens aus einemSandsteine von schmutzig-dunkeln Farben. Wo in ihm Conglome-rate vorkommen, erkennt man deutlich die Trümmer der alternFelsarten, die freilich in den fein zertheilten Sandkörnchen schwe-rer zu bestimmen sind. Dieser Sandstein wird häufig schiefcrig,und geht an andern Stellen in den schönsten Thonschicfer, denDachschiefcr, überl Das Gestein ist augenscheinlich durch Niederschlagim Wasser entstanden; daß dies auf dem Grunde des Meeres vorsich ging, weisen die eingeschlossenen Versteinerungen von Scethierennach. Die Lagerung des Gesteins zeugt davon, daß zur Zeit seinerBildung noch außerordentlich viele Erdrcvolutioncn vorfielen. DieSchichten nehmen jede Lage gegen den Horizont an, und wechselnsehr rasch in ihren Lagen, so daß in diesen Gebirgen kaum voneinem allgemeinen Streichen und Fallen die Rede sein kann. DerGranit hat an manchen Stellen die Grauwacke durchbrochen, undGranitmassen überlagern seine Schichten. Auch treten Porphyre,Thonschiefcr, Syenite, Grünstcine aus dem altern Gebirge indas Ucbcrgangsgebirge hinein, und schließen sich in unmerklichenUebergängen der Grauwackcn an. Auf der andern Seite bilden deralte rothe Sandstein und der Ucbcrgangskalk die Verbindungs-glieder zwischen dem Uebcrgangs- und Flötzgebirgc, so daß einigeGeognosten diese Lager dem altern, andere sie dem jüngcrn Gebirgezurechnen.
Alle diese Gebirgsschichten schließen Versteinerungen ein, diejedoch im Verhältniß zu den neuem Formationen nur sehr sparsamvorkommen. An manchen Stellen des Schiefers und des Kalk-steins finden sich dagegen die Versteinerungen in großer Menge vor.Aus dem Thierreiche kommen nur Ueberreste der Niedern Thicrklassen