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Die Constitution des Erdkörpers und die Bildung seiner Rinde
Entstehung
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und daß sie sich um so mehr in enge Grenzen zusammen ziehen,je jünger sie sind. Sehr große Länderstrccken sind bloß mit Ur-und Ucbergangsgebirgen bedeckt, so daß hier die jünger^ Forma-tionen gänzlich fehlen. Der übrige Thcil des Festlandes ist in dieverschiedenen Formationen, die über der Grauwackc liegen, getheilt,so daß meistens mehrere dieser Formationen ganz fehlen. Die For-mationen über der Kreide sind nur in sehr geringer Ausdehnungvorhanden. Es müssen sich also bei dem Altern der Erdrindeimmer mehr und mehr Theile derselben der Bildung neuer Stratenentzogen haben.

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Wenn die Schichten der Erdrinde zerrissen wurden, so daß sichSpalten bildeten, die durch alle Schichten hindurchreichtcn, so mußtedurch den ungeheuren Druck ^die in der Tiefe noch flüssige Massegezwungen werden, in diese Spalten einzudringen, und sie auszu-füllen. Ost reichten die Räume der Spalten nicht hin, die geschmol-zenen Massen zu fassen; sie quollen dann an der Erdoberfläche her-vor, bildeten beim Emporheben der Erdmasscn, welche den Ausflußhemmten, und durch ihr Erkalten kegelförmige Anhäufungen, dieoft bis zu sehr beträchtlichen Höhen emporragen. So entstandendie Vulcane. Man sieht leicht ein, daß in dieser Ansicht die vul-kanischen Erscheinungen fortdauern mußten, von der Bildung derUrgebirge an bis auf unsere Zeiten. Und so ist es wirklich. An-fänglich war die ganze Erdoberfläche ein Nulcan. Später zogensiclHdie vulcanischen Eruptionen in immer engere Grenzen zurück,bis sie in unfern Tagen nur noch an wenigen Punkten in Tätig-keit sind. Die ältesten vulcanischen Producte sind die Urgebirgsartenselbst. Auf sie folgen die Trachyte und verwandten Gesteine. Andiese schließen sich die Basalte an. Und diese gehen in die Lavenüber, welche wir vor unfern Augen aus den Kratern hervorbrechensehen. Diese verschiedenen vulcanischen Gebilde gehen so unmerklichin einander über, daß es an vielen Punkten ihrer Lagerstätte un-möglich ist, die genaue Grenze zu ziehen. Namentlich bildet derDolerit ein Zwischenglied, das in unmerklichen Abstufungen auf dereinen Seite in Syenit und auf der andern in Basalt übergeht,und das mit Urgebirgsarten und mit den Gliedern des Trappge-birges wechsellagert. Die Trachyt- und Basalt-Kegel bilden diesogenannten erloschenen Vulcane. Man findet sie in allen Welt-theilen sehr weit verbreitet. In unserer Nähe bieten das Sieben-gebirge und die Eifel die interessantesten Erscheinungen solcher er-loschenen Vulcane in ihrer ganzen Manchfaltigkeit dar. Ocstlicherstreckt sich der vulcanischc Gebirgszug über den Westerwald hinbis über Engel hinaus, wo er im Habichtswalde und im Meisncrin ausgezeichnet charakteristischen Gesteinlagern auftritt. Im Vivaraisund in der Auvergne in Frankreich, im Viccntinischen und in denEuganeischcn Feldern in Italien, im nördlichen Irland, in Catalonien,