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ist die Breite des Hauses oder <Z e l 40,weniger 60, das ist 8oFuß.
Dieses kann hinlänglich seyn, jedemLiebhaber, der die wahren Grundsatzeder Perspcktiv gcsaßc hat, deren An-wendung aufdic Beurthcilung derGe-mahlde und Zeichnungen zu zeigen.
Hat der Künstler die Regeln derPerspcktiv nicht beobachtet, sonderngegen sie gcfehlct, so lassen sich auchseme Vergehungen durch ein ähnlichesVerfahren dcrBcurtheilung entdekcn.Aber schlaue Künstler, die sich ihrerSchwäche in der Perspcktiv bewußtsind, hüten sich sehr, regulaire Ge-genstände, aus denen Parallellinienund gewisse Winkel konnten erkanntwerden, in ihre Zeichnungen zu brin-gen, weil man dadurch am leichtestenihre Fehler entdcken würde.
Wir können diesen Artikel nichtschließen, ohne die Frage berührt zuhaben: ob die Alten die Perspeklivin ihren Zeichnungen beobachtet ha-ben, oder nicht. Es ist bekannt,daß über diesen Punkt vielfältig gc-stritten worden. Vollkommen aus-gemacht und unzweifelhaft ist es,sowol aus dem wenigen, was Eukli-dcs über die Perspcktiv geschrieben,als aus dem, was Vitruvius anzwev Stellen H erwähnt, daß dieAlten die Linienperspcktiv, als einebesondere Wissenschaft, die dem Mah-ler nützlich sei), gekannt, und daß siegewußt haben, daß ohne dieselbe ge-wisse Dinge nicht natürlich genugkönnen gezeichnet werden. Daß siees aber in dieser Wissenschaft ebennicht weit gebracht haben, sieht manaus der schwachen Perspcktiv des sonstwahrhaftig großen Euklides deutlichgenug; und daß die Mahler, Bild-hauer und Steinschneider sich an daswenige, was man von der Perspck-tiv wußte, gar nicht, oder doch höchstselten gekehrt haben, beweisen alleaus demAltcrthum übriggebliebenen
') I.id. VII. xrooem. I.ib.1. c. ?.
Werke der zeichnenden Künste. Dievollständige Wissenschaft der Perspck-tiv ist darum gänzlich als ein Werkder Neueren anzusehen. Die ersten,die den Grund dazu scheinen gelegtzu haben, sind Leonhard da Vinciund unser Albrecht Dürer. Werabcrzu wissenverlangct, wie die Per-spcktiv von der Zeit dieser Männerallmahlig zur Vollkommenheit gestie-gen ist, der wird m der so eben her.ausgekommenenzweytcnAuflage vonHerrn Lamberts ftcyer Perspcktiv,gleich im Anfange des zweytcn Thei-les, das Notlüge hiervon beysam-men finden.
Der bcsondcrn Anweisungen zur Per,spcctiv sind so viele geschrieben worden,daß es schwer fallen würde, solche stimm t-lich anzuführen. Ich schränke mich alsoauf diejenigen ein, welche für die Künst-ler brauchbar sep» können. Es sind fol-gende, in lateinischer Sprache: los.Lonru», lentis llertpeönv»> llls. lz--z.k. Ical. mit Anm. von P. Galucci,Ben. >;yz, f. — L. Vireilivnis, cienorura, rsrione, er penjeökivne r?-llioeum vitus, luminurn, coloruinoc.gue kormorum, guoin vulgv lleilpeöki-vom vncsnc, Aik.^X. dtoeirnb. 1551.k. Mit K. — los. llr. dllceroni . . .I'svm-icurgus opticus tiuäivstik'. I'ee»tpettivse, llsr. l6z8 k. Frau). un-ter dem Titel, perspective curieutc,por. r66z. t'. — pertpetkivs lrorzrw,.^utt. llm. tvlsignon, llom, 1648- —^nstre-s ?urei, i. porsu lftrjpechv»?ictor. er /trckiretkor. kamt 169z-1700. f. ,TH. 1717. 5. - Th. Lat. MichJtal. (Oer erste enthält 10;, der zwepte121 Kpsr,) Deutsch und Ä.ac. von I.Voxbarrh und G. Eour. Vodcnner, Augsb.17 06-»709. k. tLngl. und A.ar. vonStrut, kond. 169z->707.t'. (DieBrauch-barkeit des Werkes ist bekannt.)— llzm.iiompinclii Aechon.opricse, c.XXXIl.rsb. »en. Drix. 1760. 4. —
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