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lichsKenntniß zur Bcurtheilung derZeichnungen an die Hand gicbt.Diese dekonunt man aber, nachdemman sich die Muhe gegeben, dasvonuns hier angeführte sich genau be-kannt zu machen.
Ich will deswegen die Anwen-dung der Theorie auf die Beurthei-kung der Zeichnungen noch in einem
Per
besondern Beyspiel zeigen, nachdemich vorher denen zu gefallen, die sichmit blos mechanischem Verfahrendchelfen, eine leichte Methode, ausdem Grundriß einen perspektivischen-Riß zu machen, hier werde ange.'führt haben.
Man stelle sich vor, der Grund,riß liege hier auf diesem Blatte
über der Linie HlO, die Tafel aber,auf welche man zeichnen soll, fey dieFlache v 0 so daß 0 U der Ho-rizont, O der Augenpunkt sey, O Osei) auf Ohl pcrpcndicular und derEntfernung des Auges von der Ta-fel gleich, durch v ziehe man I)Ismit o r^i parallel; gerade in der Mittewon 1)0 merke man sich den Punkt ITDieses vorausgesetzt, kaun jederPunkt des Grundrisses, also, auffolgende Weise in seinen perspekti-vischen Ort auf die Tafel gezeichnetwerden.
Man ziehe die geraden Linien 0?und 0!); hernach aus ? durch denPunkt lZ die Linie b'c: so wird derPunkt o, wo diese Linie I) 1)0 durch-schneidet, der perspektivische Ort desPunktes L feyn. Auf diese Weisewird jeder andere Punkt des Grund-risses gezeichnet; folglich auch ganzeFiguren ').
Um nun die'Anwendung der obenentwikeltcn Grundsatze zu Beurthei-lung perspekcivifcher Zeichnungen zuzeigen, nehme man die hier befind-S.LambertS Perspektiv II Th. S. 64.
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Ii che von Herrn Lambert auf meinErsuchen verfertigte in Kupfer geatzteZeichnung vor sich.
Das erste, worauf man bcy jederperspektivischen Zeichnung zu sehenhat, ist der Horizont. Wenn dasGcmahlde eine offene Landschaft ist,in welcher Stellen vorkommen, dadie Luft, oder der Himmel, bis anden flachen Boden heruntergeht, wiehier bei) dem Punkt O, bei) IZ und1), so weiß man gewiß, daß dieserPunkt in dem Horizont liegt, weilder horizontale Grund, woraufallessteht, so weit man sehen kann, ver-längert, an den Horizont stoßt.
Giebt das Gemahlde keine Gelegen-heit, den Horizont auf diese Weisezu entdekcn, so sind andere Mitteldazu vorhanden. Man weiß ausdem Vorhergehenden, daß alle Li-nien, die auf der Grundfläche unter-einander parallel sind, wenn sie nurnicht mit der Grundlinie oder demuntern Rand des Gcmähldcs selbstparallel lausen, nothwendig in derZeichnung auf dem Horizont zusam-mentreffen. Darum sucht man in
dem