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3 (1793) [K - Q]
Entstehung
Seite
522
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Zeit, und dieses Lachen wird garoft, auch bey Personen von feinemGeschmak wegen des ungemein ab-stechenden Contrasts gegen das, des-sen sie gewohnt sind, durch das N>e-drigcomischc, wenn es nur wahr-haftig natürlich ist, sicher erreicht.Ich habe einen vornehmen Mann,von äußerst feinem Geschmak undsehr edlem Charakter gekannt, dersich bisweilen das Vergnügen mach-te, mit einigen Freunden in Londonin einem Hause zu speisen, wo vieleSchornsteinfeger ihren laglichen Tischhatten, um sich an den Sitten undden Manieren dieser Leute zu belu-stigen. Und es ist so ungewöhnlichnicht, daß die feinesten und witzig-sten Kopfe bisweilen an dem Niedrig-comischcn der Schaubühne großesWolgefallen haben, und recht herz-lich mitlachen. Nur so gar abge-schmakt und völlig unnatürlich, wieeinige Scencn in Molieres bürgerli-chem Edelmann, oder im eingebilde-ten Kranke», muß es nicht seyn,weil kaum noch der Pöbel darüberlacht. Aber solche Scencn, die beyihrer Niedrigkeit Wahrheit haben,wie viele Gcmahlde des Teinicrs undOstade, und wobcy auch das, wasdem Pöbel selbst ekelhaft ist, vermie-den wird, sind als getreue Schilde-rungen der Natur zur Abwechslungund zum Zeitvertreib angenehm.

Rone.

(Musik.)

Ein dissonirendes Intervall von derArt der zufalligen Dissonanzen *),welche aus einer guten Zeit desTakts, als ein Vorhalt, eine Zeit-lang die Stelle der Octav, oder derDcci ne einnimmt, und hernach indas Intervall, an dessen Stelle sieans dem vorhergehenden Accord lie-

gen geblieben ist, herüber geht, wiein diesen Beyspielcn zu sehen ist.

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Die Noten, welche hier den Namender None haben, werden in andernFallen, in eben dieser Entfernungvon derBaßnote, Secundcn genennt;weil sie in der That die Secundender ersten oder zwcyten Octave desBaßtones sind. Daher ist hier vorallen Dingen der Grund anzuzeigen,warum dasselbe Jntervallicinmal denNamen der Secundc, ein andermalaber den Namen der None bekomme.

Erstlich ist die None allezeit einVorhalt, oder eine zufallige Disso-nanz; die Secnnde hingegen ist ofteine wesentliche, aus der Umkehrungdes Septimcnaccords entstehende Dis-sonanz, wie hier:

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5

5 6Z 4

^ 2 Z

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*) S. Dissonanz.

Nach den Regeln der Harmoniemuß hier der Baßton, dessen Secundeoben vorkommt, der Auflösung hal-ber herunter treten, weil sie die eigent-liche Dissonanz ist. Hier ist also dieSecunde nur dem Scheine nach dieDissonanz, die Zcrstöhrung der Har-monie liegt im Basse, wo sie auchwieder muß hergestellt werden. DieNone aber ist eine wörtliche Disso-nanz, die nicht durch einen andernTon aufgelöst wird. Es geschiehet

zwar