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bcyder mit dm Tonen. Die abge-messene Bewegung, die in gleichenZelten gleich weit forlrüket, und ihreSchritte durch den Nachdruk, denjeder beym Auftreten bekommt, merk-lich macht, ist unterhaltend und er-leichtert die Aufmerksamkeit oder jedeandre Bestrebung auf einen Gegen-stand, der sonst bald ermüden würde.Dieses wissen oder empfinden Men-schen von gar geringem Nachdenken iund daher kommt es, daß sie müh-same Bewegungen, die lange fort-dauern sollen, wie das Gehen, wennman dabcy zu ziehen oder zu tragenhat, im Takt, oder in gleichenSchritten thun. Daher die takt-mäßige Bewegung derer, die Schiffeziehen oder durch Ruder fortstoßen,wie Genoms in einer anderswo an-gezogenen Stelle artig anmerkt *).Aber noch mehr Aufmunterung gicbtdiese taktmäßge Bewegung, wennsie rhythmisch ist, das ist, wenn inden zu jedem Schritt oder Takt ge-hörigen kleinen Rükungcn verschiede-ne Abwechslungen in Starke undSchwache sind, und aus mchrcrnSchritten größere Glieder, wodurchdas Fortdauernde Mannichfalrigkciterlangt, entstehen. Daher entstehtdas Rhythmische in dem Hämme-ren der Schmiede, und in dem Dre-schen, das mehrere zugleich verrich-ten. Dadurch wird die Arbeit er-leichtert, weil das Gemüth-vermit-tclst der Lust, die es an Einförmig-keit mit Abwechslung verbunden,findet, zur Fortsetzung derselben er-muntert wirb.
Diese taktniaßige und rhythmischeBewegung aber kann unmittelbar miteiner Folge von Tonen verbundenwerden, weil diese allezeit den Be-griff der Bewegung mir sich führet;und so ist demnach der Ursprung desförmlichen, mit Takt und Rhythmusbegleiteten Gesanges, und seine natürliche Verbindung mit dem TanzeS. Marsch.
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begreiflich. Und man wird sich nacheiniger Ueberlcgung, welche die hierangeführten Bemerkungen von sech-sten an die Hand geben, gar nichtmehr wundern. daß auch die rohestenVolker die Musik erfunden, und ei-nige Schritte zur Vervollkommnungderselben gethan haben.
Sic ist also eine Kunst, die in derNatur des Menschen gegründet ist,und hat ihre unwandelbare Grund-sätze, die man nothwendig vor Au-gen haben muß, wenn man Ton-stüke verfertigen, oder an der Ver-vollkommnung der Kunst selbst, ar-beiten will. Und hier ist sogleich no-thig, ein Vornrthcil aus dem Wegezu räumen, das manche sowol inder Musik, als in andern Künsten,gegen die Unveranderlichkeit ihrerGrundsätze haben. Der Chjneser,sagt man, findet an der europäischenMusik keinen Geschmak, und demEuropäer ist die chinesische Musik un-ausstehlich: also hat diese Kunstkeine in der allgemeinen menschlichenNatur gegründete Regeln. Wirwollen sehen.
Hacre die Musik keinen andernZwek, als auf einen Angenblik Freu-de, Furcht, oder Schreken zu erwc-kcn, so wäre allerdings jedes vonvielen Menschen zugleich angestimm-te Freuden-oder Angstgeschrey dazuhinlänglich. Wenn eine große An-zahl Menschen auf einmal frohlokcndjauchzen, oder angstlich schrcyen, sowerden wir gewaltig dadurch ergrif-fen, so unregelmäßig, so dissoni-rcnd, so seltsam und unordentlichgemischt diese Stimmen immer seynmögen. Da ist weder Grundsatznoch Regel nörhig.
Aber ein solches Gcrguschc kannsticht anhaltend seyn, und wenn esauch dauerte, so würde es gar baldunkräftig werden, weil die Aufmerk-samkeit darauf bald aufhören würde.Wenn also die Würkung der Toneanhaltend seyn soll, so muß noth-Dd 4 wendig