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3 (1793) [K - Q]
Entstehung
Seite
176
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Selbst einige besondere, für dasmenschliche Geschlecht höchst wichtigeWahrheiten, von der göttlichen Ober-herrschaft über die Welt, von derUnsterblichkeit der Seele, von derWichtigkeit der Religion, sind zwarvon einigen neuern Dichtern behan-delt worden; aber noch gar nicht indem Maaße, daß man damit zufrie-den scyn könnte. Hier ist also fürdie Dichter noch ein überaus frucht-bares Feld, wie ganz neu zu bear-beiten. Um so viel mehr ist zn wün-schen , daß die Kunstrichter nicht soschnell seyn möchten, unsren jungenDichtern, die in verschiedenen Klei-nigkeiten ein schönes dichterischesGenie gezcigct haben, durch gar zuungemesscncs Lob die Einbildung ein-zuflößen , als ob sie itzt schon in dasVerzeichniß der großen Dichter gehö-ren, >die durch ihre Gesänge sich umdas menschliche Geschlecht verdientgemacht haben. Dies ist eben so viel,als wenn man einen jungen Philoso-phen deswegen, daß er etwa einemetaphysische Erklärung richtiger alsandre gegeben, oder einige Satzegründlicher, als bis dahin geschehenist, bewiesen hatte, neben Leibnitzen,oder Wolfen stellen wollte. Wer hi-storische Nachrichten und verschiedenekritische Bemerkungen über alle Lehr-gedichte der Alten und der Neuemzu haben wünschet, wird auf HerrnDuschens Briefe zur Bildung desEcschmaks verwiesen.

Die Alten hatten die Gewohnheit,der auch die meisten Neuern gefol-get sind, ihre Lehrgedichte allemal je-manden zuzuschreiben, und Gerwinshalt dieses so gar für nothwendig,ezuia prseceptum er cioäkoris er eis.seipuliperionamreguirit. AberVir-gil hat gewiß den Mäcenas nicht fürftinen Schüler angesehen.

Zu dem Lehrgedichte können auchdie Satyren und die lehrenden Odenund Lieder gerechnet werden» davon

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aber wird in den besondern Artikelnüber ihre Gattung gesprochen.

-5- -5.

Von dem Lehrgedichte handeln, vonfra »5oflselien Schriftstellern, unter an-dern Gull. Testetet ( llilc. eis Is Woesteinorale 1657.) Oubos, im ytc»Abfchn. des iten Bds. S. 6>r f. ltestex.cric. Dcesdn. Ausg. (Wie die dogmati-schen Gegenstände intressant zu machensind.) Battcux ini vierten Abschnittedes zmcyten Theiles seiner Einleitung,Bd. z. S. 12z. 4te Auslage. LouisRacine in dem ?tcn Kap. seiner rellex.tur is poolie, und zwar von der didacti«scheu Poesie überhaupt, von der Einför-migkeit, welche man den Lehrgedichtenvorwirft, und von der Fietion darin.Marmontel im sotcnKap. der poericzue,Bd. z. S. 52z. Oilc. lue le Poemepkllos. im qten Bd. S. 547 dcr Vgrlecesticer. der Herren Arnaud und Suard,Par. 1769. is. Oer ite Art. des ztcnKap. im -tenBd. S. >Z8. von OomaironPeine, gen. eler dellez lcccres, par,178;. 12.2 V. Von engli-schen Schriftstellern: Orr Lllz^on Vir-ßil'5 Qeorgile-, welcher sich vor derDrv«dcnschcn Uebcrsetzung derselben befindet,enthält einige ganz gute, allgemeine Be-merkungen über Plan und Darstellung desLehrgedichtes. Eine Oillercarion onOiclsätic poerry, von Warton, ist beyder im I. 175z erschienenen Uebcrsetzungdes Virgils befindlich.> Trapp, in deriztcn seiner I.etiure8, S. >87. Ausgabevon 174-. Newberry, in dem igtenKap. seiner /irr e>k poecrz- on a nervPlan, Vd. 1. S. >56. Oer iteTheilder goten I-ech des Hrn. Blair, Bd. 2.

S. zSi u. f. Von deutschen

Schriftstellern: Briefe zur Bildung desGcschnmckcs, Brcsl.-i/i^ - 177z. 8. 6 Bd.Neue Auflage ,77z u. f. bis jetzt z Bd.von I. I. Dusch. Das ;le Haupt,stück in I. I. Engels Anfangsgründen ci-ncr Theorie der Lichtungöartcn, Berk.>?8Z. 8. S.8? u.f. A. W. Eberhardin seiner Theorie §. 119. S. i;8 u. f.

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