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Alexander von Humboldt's Reisen und Forschungen : eine gedrängte Erz. seiner Wanderungen in d. Aequinoctial-Gegenden Amerikas u. im asiat. Rußland
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diese lag am Ufer des Flusses, dessen Wasser so hell wieErystall war. Hier beobacktcten sie drei Arten Zuckerrohr,das alte Creolische, das Otaheitische und das Batavische,die sich leicht unterscheiden lassen, und wovon das Otahci-tische das vorzüglichste ist, indem es nicht nur ein DrittelSaft mehr gicdt als das Creolischc, sondern auch eineweit größere Quantität Brennmaterial liefert.

Da dieses Thal, so wie die meisten übrigen Theileder spanischen Colonien, seine Goldschacht hat, so ersuchteman Herrn von Humboldt, dieselbe zu besuchen. In derSchlucht, die zu ihr führte, zog ein ungeheurer Baum dieAufmerksamkeit der Reisenden auf sich. Er hatte auf ei-nem steilen AbHange über einem Hause gestanden, dessenBeschädigung man durch seinen Einsturz befürchtete, wenndas Erdreich nachgeben sollte. Er war deswegen an derWurzel verbrannt und so gefällt worden, daß er zwischenzwei große Feigenbäume fallen mußte, und dergestalt nichtberabrollcn konnte. Er maß am untern Ende neuntehalbFuß und am obcrn vier Fuß fünf Zoll im Durchmesser,(der Gipfel war wcggebrannt) und in der Länge scchSzigFuß. Tic Felsen bestanden aus Glimmer-Schiefer, wel-cher in Talk-Schiefer überging und bläulichen, körnigenKalkstein nebst Graphit in Massen enthielt. An der Stelle,wo sich die Goldgrube befunden haben koll, bemerkten sieeinige Spuren einer Qnarzader; Allein das Einsinken desErdreichs, in Folge von Regengüssen, machte es unmög-lich, irgend eine Beobachtung anzustellen. Tie Reisendenfanden sich indeß für ihre Mühe durch eine Ernte anPflanzen entschädigt, die sie in den dicken, an Cedrälen,Browneen und Feigenbäumen reichen Wäldern sammelten.Die holzigen Auswüchse der letzter», die sich mehr alszwanzig Fuß über den Boden erstrecken und die Dicke die-ser Bäume vermehren, setzte sie in Staunen. Einige solcheStämme hatten nahe an der Wurzel drciundzwanzig Fußim Durchmesser.

In der Nähe der Plantage zeigte die Spitze der