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mit Ausnahme weniger Individuen, unter diesem großenGebäude begraben. Nenn Zehntel der schonen Stadt Caraccas stürzten völlig in Trümmern zusammen. Tic Häu-ser, welche nicht einsielcn, wie z. B. die der Straße SanJuan in der Nähe des Kapuzincrhospitals, waren dergcstall gesprungen, daß es Niemand wagen durste, sie zu be-wöbncn.
„Nicht so bedeutend waren die Wirkungen des Erdbc-bcns in de» südlichen und westlichen Thülen der Stadt,zwischen dem großen Platz und der Schlucht von Cara-guata; die Cathcdralc, welche durch große Strebepfeiler ge-stützt ist, steht noch.
„Wenn wir die Anzahl der Gctödcten in der StadtCaraccas auf nenn oder zehntausend schätzen, so schließenwir nicht diejenigen unglücklichen Individuen mit ein, wel-che schwere Verletzungen erlitten, und erst mehrere Monatespäter aus Mangel an Nahrung und gehöriger Pflege ih-ren Geist aufgaben. Tie Nackt vom Himmelfahrtslagczeigte die herzzerreißendsten Sccnen von Glend und Kum-mer. Tic dicke Staubwolke, welche sich über die Trüm-mern der Stadt erhob und, gleich einem Nebel, die Luftverdunkelte, hatte sich wieder auf den Erdboden herabgc-scnkt; die Stöße hatten aufgehört; es herrschte nie eineschönere oder stillere Nacht, — der Mond, dessen Scheibefast voll war, beleuchtete die runden Gipfel der Silla,nnd die Heiterkeit des Himmels stach gegen den Znstandder mit Ruinen und Leichen bedeckten Erde gewaltig ab.Man sab Mütter mit Kindern auf den Armen, sie sieins Leben zurückzurufen hofften; trostlose Frauen irrten durchdie Stadt, um einen Bruder, Gatten oder Geliebten aufzu-suchen, über dessen Schicksal sie in Ungewißheit schwebten,und von dem sie glaubten, daß er im Gedränge von ih-nen getrennt worden wäre. Das Volk drängte sich aufden Straßen hin und her, die man jetzt nur an den ingeraden Linien aufgehäuften Ruinen unterscheiden konnte.
„Alle Unfälle und Schrecknisse, welche man bei den