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Alexander von Humboldt's Reisen und Forschungen : eine gedrängte Erz. seiner Wanderungen in d. Aequinoctial-Gegenden Amerikas u. im asiat. Rußland
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die ungesunde Beschaffenheit dcr Lust der Ausdünstungder ersten dieser pflanzen zu. Ein schwacher ungesunderGeruch liest sich verspüren, dcmjcuigen nicht unähnlich, wel-cher in verlassenen Schachten herrscht.

Tic Temperatur stieg auf SZ- 2° und das Wasserlängst dcr ganzen Küste zeigte überall, wv es mit diesenBäumen in Berührung stand, eine gelblich-brnue Farbe.

Humboldt, dem diese Erscheinung auffiel, saminclteeine beträchtliche Menge Zweige und Wurzeln, in der Ab-sicht, bei seiner Ankunft zu Caraccas mit dcr MangroreVersuche anzustellen. Ter Aufguß mit warmem Wasserzeigte eine braune Farbe und hatte einen adstringirendenGeschmack. Er enthielt Ertractiv- und Gcrbcstoff. ZwölfTage laug unter einem Glaskruge in Contact mit atmo-sphärischer Lust erhalten, litt die Reinheit dcr letztem keinenmerklichen Abbruch. Holz und Wurzel» wurden unter Wasserden Sonnenstrahlen ausgesetzt. Es entwickelten sich Luft-blasen, welche ste/) am Ende des zcknten Tages auf einVolumen von vierzig Enbic-Zoll beliehen. Tiefe Lust be-stand aus Stickstoff und Kohlensäure mit einer Spur vonSauerstoff. Endlich wurden die nchmlichcn Substanzen,durch und durch angefeuchtet, mit einem gegebenen Volumenatmosphärischer Luft in eine Phiole eingeschlossen. AllesOrygcn verschwand.

Tiefe Erperimcntc fübrtcn ibn zu der Anficht, daßdie feuchte Rinde und Faser auf die Atmosphäre wirkenund nicht das bräunliche Wasser, welches einen deutliche»Saum längst der Küste bildete.

Manche Reisende schreiben den Geruch, welche»man in Mangrovc-Wäldcru verspürt, der Eutwickclnng vonSchwefel-Wasserstoff zu, aber von diesem zeigte sich imVerlauf der oben angeführten Versuche keine Spur.

Ucbrigcns,'' sagt Humboldt,würde ein dichterWald, welcher einen sumpfigen und feuchten Boden be-deckt, verderbliche Dünste in dcr Atmospbärc verbreiten,wenn auch die ihn bildende» Bäume keine schädliche Eigen-