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feil); das Kinn ist außerordentlich kurz und ruud, und dieKinnladen zeichnen stch dnrch ibre bedeutende Stärke aus.Tic Zahne sind weiß und gesund; das Zahnweh ist dahereine Krankheit, wovon die ChaymaS selten befallen werden,Tic Hände sind klein und zart, während die Füße sichdurch ihre Größe auszeichnen und die Zehen eine außeror-dentliche Beweglichkeit besitzen. Sie haben eine so starkeFamilienähnlichkeit, daß es, wenn man in eine Hütte tritt,nicht selten schwer fällt, unter erwachsenen Individuen denVater vom Sohn zu unterscheiden. Dicß muß namentlichsowohl dem Ilmstande zugeschrieben werden, daß sie nur inihrem eignen Stamme heirathcn, als auch ihrem geringe-ren Grade intellectuellcr Bildung; die Verschiedenheiten zwi-schen uncivilistrtcn und cultivirtcn Menschen sind denjeni-gen ähnlich, welche zwischen wilden und gezähmten Thicrender nehmlichen Art herrschen.
Da die Chaymas in einem sehr warmen Lande woh-nen, so sind sie der Bekleidung im hohen Grade abgeneigt,und trotz den Ermahnungen und Vorstellungen der Mön-che, bleiben sowohl Männer als Weiber, wenn sie sich inihrer Wohnung befinden, nackt, und tragen, sobald sie aus-gehen, blos eine Art baumwollenen Nock, der ihnen kaumbis an die Knicc reicht. Tie Kleidung der Männer ist mitAermeln versehen, die der Weiber und Knaben hingegennicht, bei diesen sind Arme und Schultern, so wie der obereThcil der Brust unbedeckt.
Bis zum neunten Jahre dürfen die Mädchen nacktin die Kirche geben. Tie Missionäre klagen, daß das Ge-fühl der Sittsamkcit und des Anstandes von den junge»Indianern weiblichen Geschlechts sehr wenig gekannt sey.Die Weiber sind nicht schön; die Mädchen hingegen habeneine Art von angenehmer Melancholie in ihren Blicken.Kein Beispiel von natürlicher Verkrüppelung oder Vcrun-staltunz kam den Reisenden zu Gesicht.
Humboldt bemerkt, daß Abweichungen von drr Naturunter gewissen Nenschenracen und vorzüglich solchen, deren