und er beschloß, denselben in jenes merkwürdige Land zubegleiten, allein politische Ereignisse traten dazwischen undzwangen ibn, sein Vorhaben wieder aufzugeben. DieKenntnisse von den Denkmälern der früheren Nationen deralten Welt, die er sich zu dieser Zeit erwarb, waren inder Folge, als er mit seinen Forschungen in dem neuenFcsilande beschäftigt war, von großem Nutzen für ihn.Eine Entdeckungsreise nach der südlichen Halbkugel, unterder Führung des Capitain Bändln, die man damals inFrankreich vorbereitete, und welcher man die Herren Michauxund Bonpland als Naturforscher zuzugesellen dachte, cröff.»cten ihm eine neue Aussicht, sein Verlangen, welches aufErforschung unbekannter Gegenden gerichtet war, zu befrie-digen. Allein der Ausbruch des Krieges in Deutschlandund Italien n'öthigte die französische Regierung, die zudieser Expedition bestimmte» Fonds zurückzunehmen. Ebenso knüpfte er eine Bekanntschaft mit dem schwedischen Eon-sul an, als dieser durch Paris reiste, in der Absicht, sichin Marseille behufs einer Sendung nach Algier einzuschif-fen! auch jetzt wollte Humboldts die sich ihm darbietendeGelegenheit zu einer Reise nach Afrika ergreifen, um dieHobe Bergkette in dem Kaiscrthum Marocco zu untersuchenund sich sodann der Gesellschaft von Gelehrten anzuschließen,welche damals der französischen Armee in Aegypten beige-geben waren. Von seinem Freund Bonpland begleitet, be-gab er sich nach Marseille, wo er zwei Monate auf dieAnkunft der Fregatte wartete, welche den Consul seinerBestimmung entgegen führen sollte. Endlich erfuhr er,daß das Schiff durch einen Sturm beschädigt worden sey,und beschloß daher, den Winter über in Spanien zuzubrin-gen, indem er sich mit der Hoffnung schmeichelte, daß erim nächsten Frühjahr ein anderes finden würde.
Auf seinem Wege nach Madrid, bestimmte er diegeographische Lage mehrerer wichtiger Gebietstheile und er-forschte die Höhe der Centralcbene von Castilicn. ImMärz z?99 wurde er dem Hofe von Aranjuez vorgestellt