der Einbildungskraft zu erweitern; und daß, wahrend Er-dichtung und phantastische Schilderungen die Schritte desLernenden incbr irreführen, als richtig leiten, durch diewirkliche Untersuchung der materiellen Welt ein Licht ver-breitet wird, welches niemals verfehlt, den Geist des Men-schen mit gründlichen Kenntnisse» und das Gcmüth mitreligiösen und srvmmen Gesinnungen auszurüsten.
Friedrich Heinrich Alexander von Humboldt ist zuBerlin am vierzehnten September 1769 geboren. Seineacademische Bildung crbiclt er in Göttingcn und Frankfurt.m der Oder. Im Jahr 1790 besuchte er in Gesellschaftder Herrn Georg Förster und Van Geuns den Rhein,Holland und England, und in dem nchmlichcn Jahre er-schien zu Brannschwcig sein erstes Werk, unter dem Titel:„Beobachtungen über die Basalte am Rbcin." Im Jahr179 l kam er auf die Bergakademie nach Freiburg, um denbmibmten Werner, den Begründer der Geologie, zu boren.Tie Resultate einiger seiner Beobachtungen in den Berg-werken dieses Tistricts sind in seinem PPocimen t-Ioruv!''i'il>v!'LU>."sis sul>ti>r,'imvi »Zz Berlin 1793, enthalten. ImZahr 179? ward er in Berlin als Assessor bei dem Berg-werks- und Hülteudcpartcmcnt angestellt, und bald daraufals Obcrbcrgmcistcr der Fränkischen Fürstenihüincr nachBayrcutb versetzt, wo er seine Bestrebungen auf Begrün-dung öffentlicher Anstalten richtete; allein im Jahr 1795legte er seine Stelle, aus Liebe für seine Rciseprozectc,nieder und besuchte mit dem Herrn von Haften einen Thcilvon Italien. Sein thätigcr und umfassender Geist be-schäftigte sich mit dem Studium aller Naturwissenschaften;üideß scheinen Galvani's Entdeckungen in dieser Periodeseine Aufmerksamkeit vorzüglich in Anspruch genommen zuhaben. Tie Resultate seiner Versuche über animalischestlectricität erschienen im Jabr 1796, mit Anmerkungenvom Professor Blumcnbach. Im Jahr 1790 hatte er stehnach Wien begeben, wo er einige Zeit verweilte, eifrigmit dem Studium einer schönen Sammlung exotischer
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