70
tigten Thermometern , was ich nur zu oft bei so vielenBestimmungen die ich in der Art vornahm, erfahrenhabe, aus Gründen die ich noch nicht genau ausge-mittelt habe, meistens nicht den wahren Stand derQuecksilbersäule angeben. Ja ich habe unter den vie-len Thermometern, die ich schon bestimmte, kaum nochzwei bis drei gefunden, wo sich schon die zuerst be-stimmten Data so sehr der Wahrheit augenähert hättenwie bei diesem. Ich muss daher jedem, der auf diesemWege seine Thermometer bestimmen will } öftere Wie-derhohlung der Versuche, besonders bei auffallendemWechsel des Barometerstandes anempfehlen, wozu frei-lich einige Geduld gehört.
Bevor ich mir aber die, wie schon oben erwähntworden ist, eigene für dieses Thermometer bestimmtenacli Graden getheilte Scala anfertigen liess, machteich noch einen
Siebenten Versuch.
Auf 0°C reducifter Barometerstand = 28 // ,131.
Hieraus berechneter Temperatursgrad — 99°,3lC.
Stationärer Thermometerstand = 102 m <«,75.
Zieht man diesen Stand von jenem des normalenJSiedpunktes ab, so findet man: 120™“’ —102 m <“,75 =17 m m,25 abgängig.
Diess in Graden ausgedrückt, gibt mittelst der Pro-portion: 25 : 1 == 17,25 : 0,ÖQ. Das letzte Glied derProportion von 100" abgezogen, gibt als Temperaturdes siedenden Wassers = 99“,31, genau so wie siedem Barometerstände entspricht.
Ich muss noch bemerken, dass so lange ich solcheVersuche zur Ausmittelung ähnlicher Data unternehme,ich mich immer einer von dem rühmlich bekannten Op-ticus Herrn Plössl verfertigten, zu genauer Ablesungder in Millimeter gethcilten Scala mit einem Fadenkreuzund Mikrometer schraube versehenen Vcrgrüsserungs-loupe bediene. Habe ich aber einmal die individuellein Grade getheilte Scala angelegt, dann lese ich mitfreyem Auge den Thermometerstand ab, und bin durch