10
für, das schon von Cuvallo bemerkte lästige und die Beob-achtungen unsicher machende Schwanken der Quecksil-bersäule dadurch zu vermeiden, dass er die Kugel desThermometers nicht in das siedende Wasser einsenkte,sondern sie blos dem Dampfe aussetzte, von welchemer mit Recht behauptet, dass er in seiner Hitze bestän-diger sey als das Wasser.
Auch auf die von Aussen herrührende ungleicheAbkühlung durch die Luft ist Rücksicht genommen undderselben durch eine das Kochgefäss in der Entfernungvon 0‘8 Zoll umgebende Hülle vorgebeugt worden.Alles was zur Beobachtung erforderlich ist, findet sichvor und ist dem Ganzen so angepasst, dass der Appa-rat in Betreff seiner Zusammenstellung auf die grössteVollständigkeit Anspruch macht. Ueberdiess hat Wol-laslon den einzelnen Bestandteilen so kleine Dimen-sionen gegeben und auf eine äusserst geschickte Weisedas Zusammenlegen derselben bewerkstelliget, dass esauf den möglichst kleinsten Raum reducirt, zu einemsehr leicht transportablen Ganzen gediehen ist.
Von dieser Seite wäre sonach wieder einer wesent-lichen Anforderung an den Apparat Genüge geleistet,wenn nicht eben durch die allzugeringe Grösse desKochgefässes und durch den zu kleinen Zwischenraumzwischen demselben und seiner äusseren Hülle ein neuesUebel herbeigeführt worden wäre. Es zeigte sich näm-lich, dass wenn der aus dem siedenden Wasser ent-standene Dunst auf einen zu kleinen Raum beschränktwird, er keineswegs die gerühmte constante Tempera-tur annehme, und daher das frühere Uebel des stetenSchwankens der Quecksilbersäule verursachen müsse,um so mehr, wenn die das Kochgefäss umgebendeHülle so nahe angebracht ist, dass durch den dazwi-schen befindlichen Zwischenraum die ungleichförmigeAbkühlung von Aussen nicht gänzlich aufgehoben wer-den kann. Endlich vermisst man in diesem Aufsatzedie \ngabe eines genauen Verfahrens, die Gradlängeund den Ort des normalen Sicdpunktcs an dem Instru-mente, unabhängig von der Vergleichung mit gewöhn-