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im Allgemeinen bey den Wahlen durch absolute Stimmenmehrheitstehen zu bleiben, die wenigstens alle diejenigen Candidaten,welche die Majorität verschmäht, entfernt halten und die dahermeistens den eigentlichen Wunsch der ganzen Gesellschaft aus-drückt.
Diejenigen Gesellschaften, welche sich, ihren Institutionenzu Folge, am Ende einer jeden Periode von mehreren Jahrenganz erneuern sollen, werden sicherer gehen, wenn sie in klei-nern Perioden eine theilweise Erneuerung vornehmen. Denn dieneuen Wahlen hängen immer von den Meinungen ab, welcheeben zu der Zeit dieser Wahlen die vorherrschenden sind, und jeöfter daher diese Wahlen theilweise vorgenommen werden, destomehr wird man sich der allgemeinen Meinung des größte» ThcilSder Gesellschaft annähern.
In solchen Gerichten, wo wichtige und schwere Verurthei-lungen ausgesprochen werden, müssen offenbar auch die stärkstenGründe für die Existenz des zu strafenden Verbrechens vorausge-setzt werden. Aber jede bloß moralische Uberzeugung ist doch nureine Wahrscheinlichkeit, keine unwidersprechlichc Wahrheit, undwir haben selbst bey den scheinbar gerechtesten Richtern bereits zuviele beklagenswerthe Erscheinungen gesehen, um nicht mit deräußersten Vorsicht zu verfahren, besonders bey Todesstrafen, woGntmachung und Ersatz eines erst später erkannten Fehlers un-möglich ist. Wenn aber der Richter bey seinen Urtheilcn eine ma-thematische Gewißheit fordert, so wird er beynahe nie im Standeseyn, ein Unheil zu fällen, und doch ist diese Fällung durch dieGefahr geboten, der bey der Ungestraftheit des Verbrechens dieGesellschaft ausgesetzt wäre. Man muß sich daher begnügen, we-nigstens so starke Beweise des von dem Beklagten begangenenVerbrechens zu haben, daß die Gesellschaft der übrigen Mitbür-ger weniger zu fürchten hat, wenn der Beklagte unschuldig ver-urtheilt wird, als weuu er, schuldig frcygesprochen, durch seinekünftigen Attentate und durch dasBeyspiel, das seine Ungestraft-heit ähnlichen Verbrechern gibt, den Staat in neue Gefahren setzt.Die Auflösung dieser Aufgabe hängt aber von vielen Nebenum-ständen ab, die oft schwer zu erkennen seyn werden. Beynahe