Druckschrift 
Die Wahrscheinlichkeitsrechnung in ihrer Anwendung auf das wissenschaftliche und practische Leben
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

Anmerkungen.

I. Absolute Wahrscheinlichkeit.

-«»Venn es unter einer Anzahl von ?l gleich möglichen Fällen uFälle, die irgend einem Ereignisse günstig, also auch i>-dl n die-sem Ereignisse nicht günstige Fälle gibt, so ist, nach dem oben ange-führten Grundsatze, die Wahrscheinlichkeit n» daß ein günstiger Falleintrete,

U

W-

und eben so die Wahrscheinlichkeit daß ein ungünstiger eintrete,

vv-

dl-

und die Summe beydcr Wahrscheinlichkeiten l. ist gleich der

Einheit d. h. der Gewißheit, daß entweder ein günstiger oder ein un-günstiger Fall eintreten wird.

Ex. l. Von drey Urnen el,, lZ, enthält eine nur schwarze und diebeyden andern nur weiße Kugeln. Welches ist die Wahrschein-lichkeit v, daß man, wenn man aufGerathewohl aus einer die-ser drey Urnen eine Kugel nimmt, eine schwarze Kugel ziehenwird?

Wenn man nicht weiß, welche dieser drei) Urnen die schwarzenKugeln enthält» so gibt es hier drei) gleich mögliche Fälle, von denen

aber nur einer ein günstiger ist; also ist Wenn man aber z.B.

weiß, daß die Urne ^ nur weiße Kugeln enthält, so wird man dieHand gewiß nur an eine von den beyden andern legen; der möglichenFälle werden also nur mehr zwey scyn, von denen einer ein günstiger'