zu oft gänzlich vor dein klaren Blicke des Verstandes/ der in denmeisten dieser Endursachen nur den Ausdruck der ganzlichen Un-kenntnis? erblickt, die uns die wahren Ursachen jener Erscheinungenvielleicht für immer zu verbergen droht.
Jedes gegenwärtige Ereignis? mus? mit einem ihm vorherge-gangenen in irgend einer Verbindung stehen, da Nichts bestehenkann, ohne einen Grund seines Bestehens zu haben. Selbst un-sere scheinbar gleichgültigsten Handlungen unterliege» ohne Zwei-fel demselben Gesetze. Der allerfreyeste Wille wird, wenn garkein Motiv ihn bestimmt, auch keine Handlung hervorbringenkönnen. Denn weit» alle Umstände zwcyer verschiedener Verhält-nisse sich durchaus gleich sind und der Wille doch unter dem einenzur Handlung übergeht und unter dem andern unthätig bleibt,so gäbe es eine Wirkung ohne Ursache, die wir wenigstens unsnicht denken können. Das Gcgentheil von diescrAnnahme ist offen-bar nur die Folge einer Selbsttäuschung, welche die oft sehr flüchtigen,aber doch die Wahl bestimmenden Gründe, übersieht und sich überre-reden will, ohne Gründe und vollkommen frey gewählt zu haben.
Der gegenwärtige Zustand des Universums ist also in allenseinen, auch den scheinbar geringfügigsten Theilcn, nur die Folgeeines vorhergegangenen, so wie zugleich die Ursache eines künfti-gen Zustandes desselben. Ein Geist, der alle Kräfte kennt, vondenen die Natur belebt wird, und der den gegenwärtigen Znstandaller Wesen, die sie enthalt, übersieht, wird vielleicht in einemeinzigen Ausdrucke der Analyse alle vergangenen und alle künfti-gen Erscheinungen der Natur zu umfassen im Stande seyn unddie Bewegungen der grossen himmlischen Korper nicht minder, alsdie der Wassertropfen, welche unsere Meere bilden, oder als dieder kleinsten Sonnenstäubchen übersehen, welche unsere Atmo-sphäre erfüllen? für einen solchen Geist wäre nichts unbekanntund nichts wahrscheinlich? nur die Wahrheit selbst würde fürihn da seyn, und die Vergangenheit, wie die Zukunft, würdeoffen und klar vor seinen Augen liegen.
Nur in einer einzigen Wissenschaft ist es bisher dein mensch-lichen Geiste gelungen, uns ein, obgleich auch hier nur ein sehrschwaches Bild jener hohen Erkenntnis? darzustellen. Die Astr o-