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Bearbeitung des Buchs sich bis in das czuartum novenuium verzögerthabe, sagt Copernicus selbst in der Aneignung an Pabst Paul III.Wenu man nun bedenkt, wie viel Aeit zum Druck eiuer 400 Seitenlangen Schrift erforderlich war und daß der große Mann schon imMai 1543 starb, so ist zu vermnthen, daß die Aneignung nichtim zuletzt genannten Jahre geschrieben ist: woraus dann für denAnfang der Bearbeitung sich uns (3lZ Jahre zurückrechnend) nichtein späteres, sondern ein früheres Jahr als 1507 ergiebt. — Daßdie zu Frauenbnrg dem Copernicus allgemein zugeschriebene Was-serleitung nach seinen Entwürfen ausgeführt worden sei, bezweifeltHerr Voigt. Er findet, daß erst 1571 zwischen dem Domcapitelund dem „kunstreichen Meister Valentin Aendel, Rohrmeister inBreslau", ein Contract geschlossen wurde, um das Wasser zuFrauenburg aus dem Mühlgraben in die Wohnungen der Dom-herren zu leiten. Von einer früher vorhandenen Wasserleitungist keine Rede. Die jetzige ist also erst 28 Jahre nach dem Todedes Copernicus entstanden.
^ (S. 345.) Delambre, llistoire de I'.-Lstronomiemoderne 1. I. p. 140.
2' (S. 345.) dleigue onim neeesse est, eas Irzpotlieses esseverns, imo ne verisimiles c>uidem, sed sullieit Iroe »num, sie,Acutum okservalivnitzus congruentem exlubeanl: sagt der Vor-bericht des Osiander. „Der Bischof von Culm Tidemann Gise,aus Danzig gebürtig, welcher Jahre laug den Copernicus wegender Herausgabe seines Werkes bedrängte, erhielt endlich das Ma-nuskript mit dem Auftrage, es ganz nach seiner freien Wahl zumDruck zu befördern. Er schickte dasselbe zuerst an den Nhäticus,Professor in Wittenberg, der kurz vorher lange bei seinem Lehrerin Frauenburg gelebt hatte. Rhäticus hielt Nürnberg geeigne-ter für die Herausgabe und trug die Besorgung des Druckes demdortigen Professor Schoner und dem Andreas Osiander auf."(Gassendi, Vita Lopernici 3>9.) Die Lvbsprüche, welcheam Ende des Vorberichts dem Werke des Copernicus ertheilt werden,hätten auch schon, ohne das ausdrückliche Aeugniß des Gassendi,darauf führen müssen, daß der Vorbericht von fremder Hand sei.Auch auf dem Titel der ersten Ausgabe, der von Nürnberg von 1543,hat Oslander den in allem, was Copernicus selbst geschrieben,sorgfältig vermiedenen Ausdruck: motus stellarum uovis insuper ae