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führenden jenseits der Alpen zu: „achtzig Jahre ^ sind ver-flossen, in denen des Copernicus Lehre von der Bewegungder Erde und von der Ruhe der Sonne ungehindert gelesenwurde, weil man für erlaubt hielt über natürliche Dingezu disputiren und die Werke Gotteö zu beleuchten) und jetztda neue Documente zum Beweis der Lehre aufge-funden sind, Documente, welche den (geistlichen) Nichternunbekannt waren, wird die Verbreitung des wahren Systemsvom Weltbau bei Euch verpönt!" Diese Verpönung, Folgedes alten Kampfes der Naturwissenschaft mit der Kirche,hatte schon früh Kepler selbst in dem protestantischen Deutsch-land erfahren.^
Für die Geschichte der Astronomie, ja sür die Schick-sale ihrer Begründung ^ bezeichnet die Entdeckung derJupiterstrabanten eine ewig denkwürdige Epoche. Die Ver-finsterungen der Trabanten, ihr Eintritt in den SchattenJupiters haben auf die Geschwindigkeit des Lichts(1675) und durch die Kenntniß dieser Geschwindigkeit zurErklärung der Aberrations-Ellipse der Firsterne (1727)geleitet, in der sich gleichsam am Himmelsgewölbe die großeBahn der Erde in ihrem jährlichen Laufe um die Sonneabspiegelt. Man hat diese Entdeckungen Römer's undBradley's mit Recht „den Schlußstein des copernicanischenSystems", den sinnlichen Beweis von der translatorischenBewegung der Erde genannt.
Auch die Wichtigkeit, welche die Verfinsterungen derJupiterstrabanten sür die geographischen Längenbestimmungenaus dem festen Lande darbieten, wurde von Galilei früh(Sept. 1612) erkannt. Er schlug diese Längenmethode erstdem spanischen Hofe (1616), später den Generalstaaten