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erfand in Gemeinschaft mit seinem Vater Hans Jansengegen das Ende des 16ten Jahrhunderts (wahrscheinlichnach 1596) das zusammengesetzte Microscop, dessenOcular ein Zerstreuungsglas ist; aber erst 1616, wie derGesandte Boreel es bezeugt, das Fernrohr, welches er undseine Frennde zwar auf ferne irdische, aber nicht auf himm-lische Gegenstände richteten. Der Einfluß, welchen das Mi-croscop auf die tiefere Kenntniß alles Organischen in Ge-staltung und Bewegung der Theile, das Fernrohr auf dieplötzliche Erschließung der Welträume ausgeübt haben, istso unermeßlich gewesen, daß die Geschichte der Entdeckunghier umständlicher berührt werden mußte.
Als die Nachricht von der in Holland gemachten Er-findung des telescopischen Sehens im Mai 1669 sich nachVenedig verbreitete, wo Galilei zufällig anwesend war, er-rieth dieser das Wesentliche der Construction eines Fern-rohrs und brachte sogleich das seinige in Padua zu Stande.^Er richtete dasselbe zuerst auf die Gebirgslandschaften desMondes, deren höchste Punkte er zu messen lehrt, währender, wie Leonardo da Vinci und Möstlin, das aschfarbeneLicht des Mondes dem von der Erde auf den Mond reslectir-ten Sonnenlichte zuschrieb; er durchforschte mit schwacherVergrößerung die Gruppe der Plejaden, den Sternhaufender Krippe im Krebse, die Milchstraße und die Sterngruppeim Kopf des Orion. Dann folgten schnell hinter einanderdie großen Entdeckungen der vier Trabanten des Ju-piter, der zwei Handhaben des Saturn (seine undeutlichgesehene, nicht erkannte Ringumgebung), der Sonnen-flecken und der sichelförmigen Gestalt der Venus.
Die Monde deS Jupiter, die ersten aller durch das