Druckschrift 
2 (1847)
Entstehung
Seite
279
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kann in der Geschichte der Weltanschauung nicht als eineisolirte Begebenheit betrachtet werden. Ihr Einfluß auf dieErweiterung des physischen Wissens und auf die Bereiche-rung der Ideenwelt im allgemeinen wird nur dann richtigaufgefaßt, wenn man einen flüchtigen Blick aus diejenigenJahrhunderte wirft, welche das Zeitalter der großen nau-tischen Unternehmungen von dem der Blüthe wissen-schaftlicher Cultur unter den Arabern trennen. Was derAera des Kolumbus ihren eigenthümlichen Charakter gab,den eines ununterbrochenen und gelingenden Strebens nachEntdeckungen im Räume, nach erweiterter Erdkenntniß, wurdelangsam und auf vielfachen Wegen vorbereitet. Es wurde esdurch eine kleine Zahl kühner Männer, welche früher austratenund gleichzeitig zu allgemeiner Freiheit des Selbstdenkens wiezum Erforschen einzelner Naturerscheinungen anregten; durchden Einfluß, welchen auf die tiefsten Quellen des geistigenLebens ausübte die in Italien erneuerte Bekanntschaft mitden Werken der griechischen Litteratur und die Erfindungeiner Kunst, die dem Gedanken Flügel und lange Dauer ver-lieh; durch die erweiterte Kenntniß des östlichen Asiens,welche Mönchsgesandtschaften an die Mongolenfürften undreisende Kaufleute unter die weltverkehrenden Nationen dessüdwestlichen Europa's verbreiteten, unter solche, denen einkürzerer Weg nach den Gewürzländern ein Gegenstand dereifrigsten Wünsche war. Zu den hier genannten Anregungs-mitteln gesellten sich noch, was die Befriedigung jener Wünschegegen das Ende des fünfzehnten Jahrhunderts am meistenerleichterte, die Fortschritte der Schifffahrtökunde, die all-mälige Vervollkommnung der nautischen Instrumente, dermagnetischen wie der astronomisch messenden, endlich die