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praktischen Heilkunst, leiteten nach zwei Richtungen gleich-zeitig zum Studium der Botanik und zu dem der Chemie.Aus den engen Kreisen der Nützlichkeit und einseitigerAnwendung gelangte die Pflanzenkunde allmälig in einweiteres und freieres Feld; sie erforschte die Structur desorganischen Gewebes, die Verbindung der Structur mitden Kräften, die Gesetze, nach welchen die Pflanzensormenfamilienweise auftreten und sich geographisch nach Verschie-denheit der Klimate und Höhen über den Erdboden ver-theilen.
Seit den asiatischen Eroberungen, für deren Erhal-tung später Bagdad ein Centralpunkt der Macht und derCultur wurde, bewegten sich die Araber in dem kurzenZeiträume von 70 Jahren über Aegypten, Cyrene undKarthago durch das ganze nördliche Afrika bis zu der fern-sten iberischen Halbinsel. Der geringe Bildungszustand desVolkes und seiner Heerführer konnte allerdings jeglichen Aus-bruch wilder Roheit vermuthen lassen; aber die Mythe vonVerbrennung der alerandrinischen Bibliothek durch Amru(das sechsmonatliche Heizen von 4000 Badstuben) beruhtauf dem alleinigen Zeugniß von zwei Schriftstellern, welche580 Jahre später lebten, als die Begebenheit sich soll zu-getragen haben. ^ Wie in friedlicheren Zeiten, doch ohnedaß die geistige Cultur der ganzen Volksmasse einen freienAufschwung hätte gewinnen können, in der glanzvollenEpoche von Al-Mansur, Harun Al-Raschid, Mamun undMotasem, die Höfe der Fürsten und die öffentlichenwissenschaftlichen Institute eine große Zahl der aus-gezeichnetsten Männer vereinigen konnten, bedarf hier keinerbesonderen Entwickclung. Es gilt nicht in diesen Blättern