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Wissen erlangt werden kann, zeigen sich frühe zerstreut.Wie weit ist nicht DioscorideS, welcher Quecksilber aus demZinnober übertrieb, vom arabischen Chemiker Dscheber, wieweit ist Ptolemäus als Optiker von Alhazen getrennt! aberdie Gründung der physischen Disciplinen, der Naturwissen-schaften selbst, hebt da erst an, wo auf neu geöffnetenWegen zugleich von Vielen, wenn auch mit ungleichemErfolge, fortgeschritten wird. Nach der bloßen Natur be-schauung, nach dem Beobachten der Erscheinungen, diesich in den irdischen und himmlischen Räumen zufällig demAuge darbieten, kommt das Erforschen, das Aufsuchendes Vorhandenen, das Messen von Größe und Dauer derBewegung. Die früheste Epoche einer solchen, doch abermeist auf das Organische beschränkten Naturforschungist die des Aristoteles gewesen. Es bleibt eine dritte undhöhere Stufe übrig in der fortschreitenden Kenntniß physischerErscheinungen, die Ergründung der Naturkräfte: die desWerdens, bei dem diese Kräfte wirken; die der Stoffeselbst, die entfesselt werden, um neue Verbindungen einzu-gehen. Das Mittet, welches zu dieser Entfesselung führt, istdas willkührliche Hervorrufen von Erscheinungen, das Er-perimentiren.
Auf diese letzte, in dem Alterthum fast ganz unbetre-tene Stufe haben sich vorzugsweise im großen die Arabererhoben. Sie gehörten einem Lande an, das ganz desPalmen-und zur größeren Hälfte des Tropen-Klima's genießt (derWendekreis des Krebses durchschneidet die Halbinsel unge-fähr von Maskat nach Mekka hin), also einer Weltgegend,in der bei erhöhter Lebenskraft der Organe das Pflanzen-reich eine Fülle von Aromen, von balsamischen Säften, dem