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der Araber machen gleichzeitig die inneren Anlagen zu gei-stiger Bildsamkeit, die von uns angedeuteten Verhältnisseder natürlichen Beschaffenheit des Landes und der alteHandelsverkehr der Küsten mit hochcultivirten Nachbar-staaten erklärlich, wie der Einbruch nach Syrien und Per-sien und später der Besitz von Aegypten so schnell Liebe zuden Wissenschaften und Hang zu eigener Forschung in denSiegern erwecken konnten. In den wundersamen Bestim-mungen der Weltordnung lag es, daß die christliche Secteder Nestorianer, welche einen sehr wichtigen Einfluß auf dieräumliche Verbreitung der Kenntnisse ausgeübt hat, auchden Arabern, ehe diese nach dem vielgclehrten und streit-süchtigen Alexandrien kamen, nützlich wurde, ja daß derchristliche Nestorianismus unter dem Schutze des bewaffne-ten Islam tief in das östliche Asien dringen konnte. DieAraber wurden nämlich mit der griechischen Litteratur erstdurch die Syrer einen ihnen verwandten semitischenStamm, bekannt, während die Syrer selbst, kaum andert-halb Jahrhunderte früher, die Kenntniß der griechischenLitteratur erst durch die verketzerten Nestorianer empfangenhatten. Aerzte, die in den Lehranstalten der Griechen undauf der berühmten von den nestorianischen Christen zuEdessa in Mesopotamien gestifteten medicinischen Schulegebildet waren, lebten schon zu Mohammeds Zeiten, mitdiesem und mit Abu-Bekr befreundet, in Mekka.
Die Schule von Edessa, ein Vorbild der Benedictiner-Schulen von Monte-Cassino und Salerno, erweckte dienaturwissenschaftliche Untersuchung der Heilstoffe ausdem Mineral- und Pflanzenreiche. Als durch christlichenFanatismus unter Zeno dem Jsaurier sie aufgelöst wurde,